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Taunus Schinderhannes Steig

Kelkheim (Taunus)
Der Tau­nus Schin­der­han­nes Steig zählt un­be­s­trit­ten zu den spek­ta­ku­lärs­ten Wan­der­we­gen im Tau­nus. Der vom Deut­schen Wan­der­ver­band als Qua­li­täts­weg aus­ge­zeich­ne­te Weg führt auf 38 Ki­lo­me­tern durch Wäl­der und Wie­sen über den Tau­nus­kamm, vor­bei an ge­schicht­li­chen Höh­e­punk­ten wie dem UNES­CO Wel­ter­be Li­mes und Burg Epp­stein. Das Wan­der­er­leb­nis mit zahl­rei­chen Fern­bli­cken ist ein Spie­gel des Tau­nus, der auf die­sem Weg ein­mal mehr zeigt, warum er das "sc­höns­te Mit­tel­ge­bir­ge der Welt" (Alex­an­der vom Hum­boldt) ist. Am Start­punkt des Tau­nus Schin­der­han­nes Steig an­ge­kom­men, zeigt sich recht sch­nell der be­son­de­re Cha­rak­ter die­ses Wan­der­we­ges. Denn der Weg führt von der Stra­ße, den Ge­bäu­den, ja fast der Zi­vi­li­sa­ti­on weg in den Wald hin­ein. Und so stim­men be­reits die ers­ten Me­ter des Tau­nus Schin­der­han­nes Steig auf sei­nen wei­te­ren Ver­lauf ein, der den Wan­de­rer da­zu brin­gen möch­te, die Welt um ihn her­um zu ver­ges­sen und die Ein­drü­cke des We­ges, des Wal­des und der Na­tur auf­zu­neh­men. Üb­ri­gens: Be­reits der Na­mens­ge­ber des Pfa­des, der be­rühmt-be­rüch­tig­te Räu­ber Jo­han­nes Bück­ler („Schin­der­han­nes“, 1779-1803) ge­noss die Rei­ze des Tau­nus­wal­des und schätz­te die­sen für sei­ne Un­be­rührt­heit und Ru­he - und als Zu­flucht­s­ort. Hat man den Gim­ba­cher Hof in Kelk­heim als Start­punkt ge­wählt, geht es nach dem ers­ten grö­ße­ren Wald­stück an Fel­dern vor­bei gen Nor­den, wo­bei sich ei­nem atem­be­rau­ben­de Bli­cke auf die Frank­fur­ter Sky­li­ne so­wie die um­lie­gen­den Tau­nus­hän­ge bie­ten. Kurz vor der Burg­stadt Epp­stein er­reicht man den „Kai­ser­tem­pel“, das an die Grün­der des Deut­schen Reichs 1871 er­in­nern soll. Im In­ne­ren des Denk­mals fin­den sich Büs­ten Bis­marcks, Kai­ser Wil­helm dem I. und wei­te­ren Reichs­grün­dern. Der Au­ßen­be­reich ge­währt ei­nen se­hens­wer­ten Blick auf Epp­stein und sei­ne Um­ge­bung. Nach dem Ab­s­tieg vom Stau­fen (451 m) durch­qu­ert man den Ort, auf den man so­e­ben ge­blickt hat und kann nicht oh­ne­hin kom­men, die mäch­ti­ge Burg­rui­ne zu be­wun­dern, die als Stadt­kro­ne über Epp­stein thront. Nun führt der Schin­der­han­nes Steig aber­mals in Rich­tung Nor­den, bis mit dem At­zel­berg (507 m) die höchs­te Er­he­bung im Main-Tau­nus-Kreis war­tet. Un­ter­halb ei­nes Aus­sicht­s­tur­mes lädt ei­ne Rast­mög­lich­keit mit Feu­er­s­tel­le zum Ver­wei­len ein.Hat man sich von der spek­ta­ku­lä­ren Aus­sicht vom At­zel­berg los­ge­ris­sen, geht es wei­ter durch Sch­loß­b­orn und Glas­hüt­ten, wo ein be­son­ders sc­hö­ner Ab­schnitt des Stei­ges auf Wan­de­rer war­tet. Bei Glas­hüt­ten (hier kön­nen die Rui­nen der na­mens­ge­ben­den Glas­ver­hüt­tung­s­o­fen an­ge­schaut wer­den) biegt man wei­ter in den Wald hin­ein und über­qu­ert den Li­mes, das größ­te Bo­den­denk­mal Eu­ro­pas. Wei­ter geht es durch den Wald über ei­nen Hü­gel­kamm und an der "Feld­berg­ge­mein­de" Sch­mit­ten vor­bei, bis man bei Treis­berg den Pferds­kopf er­reicht und den dor­ti­gen Aus­sicht­s­turm er­k­lim­men kann. Auch der Blick vom Pferds­kopf (663 m) ent­schä­d­igt für so man­che Stra­pa­ze. Denn fast nir­gend­wo sonst kann man den nörd­li­chen Tau­nus bes­ser über­bli­cken als hier! Hat man Treis­berg pas­siert, biegt man auf die Ziel­ge­ra­de ein. Nun geht es ber­g­ab bis zur Land­stei­ner Müh­le und dort be­ginnt der Weg so sym­bo­lisch wie er an­ge­fan­gen hat: mit dem Au­s­tritt aus dem Blät­ter­dach...

Adresse

Gimbacher Hof
65779 Kelkheim (Taunus)

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