Sinfonieorchester Bad Nauheim

Sinfoniekonzert-Reihe
Bad Nauheim,
• Carl Maria von Weber: Ouvertüre zu „Euryanthe“
• Robert Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54
• Felix Mendelssohn-Bartholdy: Ein Sommernachtstraum (Auszüge der Bühnenmusik)

Dirigent: Florian Erdl
Solist: Marius Siegenthaler (Klavier)

Webers musikalisch wohl aufregendste Oper „Euryanthe“ führt bis heute aufgrund des verunglückten Librettos nur ein Schattendasein in der Opernwelt. Auf der Konzertbühne wurde die Ouvertüre zu Euryanthe aber begeistert aufgenommen. Carl Maria von Weber greift in der Ouvertüre wirkungsvoll die dramatischen Konflikte der Bühnenhandlung auf. Der festliche Aufschwung zu Beginn führt zu einem geheimnisvollen Klangteppich der Streicher im Largo-Teil. Es folgt ein kurzer Fugato-Abschnitt, der zur Reprise der festlichen Themen und zum hymnisch-jubelnden Abschluss führt.

Robert Schumann entwirft im Frühsommer 1841 gleichzeitig drei große sinfonische Werke.
„Vorher möchte ich so gern noch ein Clavierconcert und eine Symphonie schreiben“, notiert Schumann und beginnt direkt nach Abschluss seiner 1. Sinfonie im Mai 1841 mit einer „Phantasie für Clavier und Orchester“. Am 13. August 1841 erfolgt im Leipziger Gewandhaus eine erste Probe dieser „Phantasie“ mit Clara Schumann als Solistin, die festhält: „Ich spielte sie aber zwei mal, und fand sie herrlich! Fein einstudiert muß sie den schönsten Genuss dem Zuhörer bereiten. Das Clavier ist auf das feinste mit dem Orchester verwebt – man kann sich das Eine nicht denken ohne das Andere.“ Der mit Allegro affettuoso für Pianoforte mit Begleitung des Orchesters bezeichnete Satz ließ sich aber bei keinem Verleger verkaufen. So arbeitet Schumann im Frühsommer 1845 die „Phantasie“ zum Kopfsatz des uns heute bekannten Klavierkonzerts um, das mit Clara Schumann am 4. Dezember 1845 eine erfolgreiche Uraufführung erfuhr. Die zeitgenössische Rezeption des Werkes war durchweg positiv. Besonders hervorgehoben wurde die gekonnte, farbenreiche und selbständige Orchesterbehandlung, welche Klavier und Orchester gleichermaßen Raum lasse. Trotz seiner Dreisätzigkeit hat das Konzert den Charakter einer Phantasie behalten. Die Grundgedanken des Werkes sind die Sehnsucht und das Glück zweier sich liebender Menschen.

Im Theater des Neuen Palais in Potsdam wird am 14. Oktober 1843 Felix Mendelssohn-Bartholdys Bühnenmusik zum "Sommernachtstraum" uraufgeführt. Jahrelang schon kannte und liebte man die "Sommernachtstraum"-Ouvertüre Mendelssohns, als der preußische König, Friedrich Wilhelm IV., auf eine Idee kam: Das damals rund 250 Jahre alte Schauspiel Shakespeares sollte komplett mit Bühnenmusik Mendelssohns zum Besten gegeben werden! Der Komponist zögerte nicht lange, im Handumdrehen entstand ein Dutzend neuer Nummern. Scheinbar schwerelos huschen Elfen und Feen im Dreiachteltakt über die Szene. Täppisch unbeholfen hingegen tanzen Rüpel: Aus dem Geigentutti ist ein stilisierter Eselsschrei zu vernehmen, im Stück dem verzauberten Handwerker Zettel zugeordnet. Am Ende des nächtlichen Reigens heiraten Hippolyta und Theseus, Hermia und Lysander, Helena und Demetrius. Der Hochzeitsmarsch, der heute in Kirchen bei vielen Hochzeiten auf der Orgel erklingt, schmettern Trompeten-Fanfaren mit vollem Orchester zum Finale. Mit mehr Leichtigkeit und doch auch musikalischen Tiefgang als in Mendelssohns Sommernachtstraum können Töne und Klänge "Beziehungskisten" wohl kaum spiegeln.

Treffpunkt

Preise

Erwachsene: 20,00 €
Erwachsene (ermäßigt): 16,00 €