Junges Sinfonieorchester Wetzlar

Sinfoniekonzert-Reihe
Bad Nauheim,
• Astor Piazzolla: „Five Symphonic Tangos“
• Georg Gershwin: „Fantasy on Porgy and Bess“ für Orchester und Solo-Violine (Arr. Alexander Courage)
• Antonín Dvořák: 9. Sinfonie e-Moll op. 95 „Aus der neuen Welt“

Dirigent: Hamed Garschi
Solistin: Usha Kapoor (Violine)

Dieses Sinfoniekonzert ist ein wahres Kunsterlebnis für Liebhaber von Tango und volkstümlichen Klängen aus Amerika.

Wenn Komponisten Musik auf der Straße hören und in den Konzertsaal bringen, erklingt sie dort meist sehr viel eleganter ist dann oft kaum noch wiederzuerkennen. So ist es dem Ragtime und dem Blues ergangen, dem Jazz und der europäischen Folklore. Ein Tango von Astor Piazzolla dagegen riecht immer noch nach Kneipe und schummrigem Tanzlokal, ist rau, leidenschaftlich und ein bisschen frivol. Mit seinem „Tango Nuevo“ hat der 1992 verstorbene Argentinier Piazzolla das wohl wichtigste musikalische Erbe seines Landes künstlerisch veredelt und zugleich dessen Ursprung bewahrt. Die fünf sinfonischen Tangos in einer Bearbeitung für Sinfonieorchester bilden einen Querschnitt der bekanntesten Tangos aus der Feder des Komponisten. Piazzolla gehört zu den wenigen Komponisten des 20. Jahrhunderts, deren Werke einen festen Platz im Konzertrepertoire bekommen haben.

Zu diesen Komponisten kann man aber auch George Gershwin zählen, der sich vor allem durch seine bekanntesten Orchesterkompositionen Rhapsody in Blue, Ein Amerikaner in Paris und Porgy and Bess einen Namen machte. Gershwin komponierte sowohl Stücke für den Broadway als auch klassische Konzerte. 1935 erlebte Gershwins Oper Porgy and Bess seine Uraufführung am Broadway in New York. Im Konzertsaal wurden die Melodien der Oper weniger durch Gershwins eigene Porgy and Bess-Suite populär, die erst 1958 wieder auftauchte, als vielmehr durch ein Symphonic Picture von Bennett. An dieser Vorlage orientierte sich Alexander Courage in seiner Porgy and Bess-Fantasie für Violine und Sinfonieorchester - ein unglaublich virtuoses Stück für Solist und Orchester voller Spiritual-, Blues- und Jazz-Elemente.

Auch Dvořák schöpfte für seine Sinfonie „Aus der neuen Welt“ seine Inspiration aus der Volksmusik: Aus dem Geiste von Spirituals, Plantagenliedern aus den Südstaaten und Indianermelodien, die er sich vorsingen lässt, wollte Antonín Dvořák seinen Auftrag erfüllen, eine amerikanische Nationalmusik zu entwickeln. Tatsächlich scheint seine 9. Sinfonie, die er als erstes Werk zu Beginn seiner knapp dreijährigen Zeit in Amerika komponiert, einige Elemente dieser Lieder aufgegriffen zu haben. Geprägt ist das Werk gleichermaßen aber auch von den musikalischen Eindrücken aus Dvořáks tschechischer Heimat und charakterisiert so die Synthese verschiedener musikalischer Elemente: Die Pentatonik, die besonders die berühmte Englischhorn-Melodie im Adagio bestimmt, ist sowohl in der slawischen wie in der amerikanischen Volksmusik zu finden, auch die vielen rhythmischen Überraschungen im Kopfsatz reflektieren böhmische Folklore ebenso wie Spirituals.

Treffpunkt

Preise

Erwachsene: 20,00 €
Erwachsene (ermäßigt): 16,00 €