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Taunus. Die Höhe.

Mit dem Rück­zug der Rö­mer aus dem Tau­nus ver­schwand auch sein ur­sprüng­lich kel­ti­scher Na­me. Erst Jahr­hun­der­te spä­ter wur­de „Tau­nus“ wie­de­r­ent­deckt. In der Zwi­schen­zeit nann­ten die Men­schen das Mit­tel­ge­bir­ge mit sei­nem Wahr­zei­chen, dem Gro­ßen Feld­berg (881 m), sch­licht „die Höh­e“. In den Na­men ei­ni­ger Ort­schaf­ten be­stand je­doch der ur­sprüng­li­che Be­griff im­mer fort. Und heu­te trägt die ge­sam­te Re­gi­on ih­re bei­den his­to­ri­schen Be­zeich­nun­gen gleich­zei­tig: Tau­nus. Die Höhe. Weil der Tau­nus vol­ler Höh­e­punk­te ist – und so vie­les auf ho­hem Ni­veau bie­tet.Für den Na­tur­for­scher Alex­an­der von Hum­boldt war der Tau­nus das sc­höns­te Mit­tel­ge­bir­ge der Welt. Und das ist ab­so­lut nach­zu­voll­zie­hen. Bis heu­te hat die Re­gi­on nichts von ih­rer ur­sprüng­li­chen Sc­hön­heit ver­lo­ren. Tie­fe Wäl­der vol­ler Na­tur­denk­mä­ler. Ge­heim­nis­vol­le Spu­ren ver­gan­ge­ner Kul­tu­ren. Pro­mi­nen­te Gip­fel und weit­läu­fi­ge Tä­ler. Hin­zu­ge­kom­men ist ei­ne Viel­zahl von Mög­lich­kei­ten zur Frei­zeit­ge­stal­tung für Be­su­cher und Er­ho­lung­su­chen­de mit den un­ter­schied­lichs­ten In­ter­es­sen. Na­tur und Er­leb­nis, Kul­tur & Ge­schich­te, Spiel und Sport, Ent­span­nung und Ge­nuss. All das fin­den Sie im Tau­nus in gro­ßer Viel­falt.

Geografie

Geografisch gesehen ist der Taunus ein Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Er ist etwa 75 km lang und 35 km breit. Die höchsten Erhebungen des Taunus sind der Große Feldberg (881 m), der Kleine Feldberg (825 m) und der Altkönig (798 m). Mit seiner Fläche von rund 2.700 km² befindet sich das Mittelgebirge vor allem auf hessischem Territorium. Im Norden wird der Taunus durch den Fluss Lahn von den benachbarten Naturräumen abgegrenzt. Östlich reicht "die Höhe" bis zur Hälfte in die Wetterau mit den beiden Flüssen Wetter und Nidda hinein. Im Süden grenzt der Taunus direkt an die Main-Metropole Frankfurt an, in seinem südlichsten Teil bildet der durch den Weinbau geprägte Rheingau eine natürliche Grenze. Im Westen ist es schließlich das obere Mittelrheintal mit seinen schroffen Felsen, das den Taunus begrenzt.

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Landschaft

Etwa in der Mitte gliedert sich der Taunus durch den quer verlaufenden Limes (ehemalige Grenze zwischen dem Römischen Reich und den germanischen Stammesgebieten, heute UNESCO-Welterbe) in unterschiedliche Abschnitte: den südlich gelegenen Vordertaunus, dessen Ausläufer bis nach Frankfurt reichen, und das nördlich des Limes gelegene Usinger Land. Während im Vordertaunus mit dem durch den Großen und Kleinen Feldberg sowie den Altkönig geprägten Relief bewaldete, teils steile Mittelgebirgsabschnitte dominieren, ist das Gebiet nördlich des Hohen Taunus vor allem durch weitläufige Täler und Äcker einer stärkeren landwirtschaftlichen Nutzung geprägt. Stehende Gewässer findet man im gesamten Taunusgebiet vergleichsweise selten. Dafür ist „die Höhe“ reich an Mineral- und Heilquellen (der Begriff Selterswasser ist in der ganzen Welt ein Synonym für kohlensäurehaltiges Mineralwasser).

Klimatische Verhältnisse

Auf den über 800 Meter hohen Gipfeln des Taunus herrscht eine jährliche Durchschnittstemperatur von 5 bis 7 °C, zudem fallen 800 bis 1.000 mm Niederschlag. Nördlich und südlich des Mittelgebirgskammes liegt die Jahresdurchschnittstemperatur bei 10,5 ° Celsius und der jährliche Niederschlag liegt in der Regel bei 550 bis 700 mm. Überall im Taunus kann man – statistisch gesehen – mit sieben oder mehr Sonnenstunden am Tag rechnen.