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Wandern

Auf Wegen und Pfaden durch den Taunus
Wan­dern ist die wohl be­lieb­tes­te Frei­zei­t­ak­ti­vi­tät im Tau­nus. Kein Wun­der, be­geis­tert das "sc­höns­te Mit­tel­ge­bir­ge der Welt" (Alex­an­der von Hum­boldt) sei­ne Be­su­cher doch mit ei­nem aus­ge­dehn­ten We­ge­netz, se­hens­wer­ter Na­tur und Kul­tur­denk­mä­lern von Rang. Das Wan­der­re­vier Tau­nus ist ge­spickt mit ab­wechs­lungs­rei­chen We­gen, die gut be­schil­dert durch die ver­schie­den Ab­schnit­te des Mit­tel­ge­bir­ges ver­lau­fen. Al­lein im Na­tur­park Tau­nus gibt es 210 Wan­der­we­ge mit ei­ner Ge­samt­län­ge von fast 1200 Ki­lo­me­tern (Ti­tel­bild: Weg­wei­ser am Klei­nen Feld­berg © Tau­nus Tou­ris­tik Ser­vice e.V.).
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Kelkheim (Taunus)
Tau­nus Schin­der­han­nes Steig
Der Taunus Schinderhannes Steig zählt unbestritten zu den spektakulärsten Wanderwegen im Taunus. Der vom Deutschen Wanderverband als Qualitätsweg ausgezeichnete Weg führt auf 38 Kilometern durch Wälder und Wiesen über den Taunuskamm, vorbei an geschichtlichen Höhepunkten wie dem UNESCO Welterbe Limes und Burg Eppstein. Das Wandererlebnis mit zahlreichen Fernblicken ist ein Spiegel des Taunus, der auf diesem Weg einmal mehr zeigt, warum er das "schönste Mittelgebirge der Welt" (Alexander vom Humboldt) ist. Am Startpunkt des Taunus Schinderhannes Steig angekommen, zeigt sich recht schnell der besondere Charakter dieses Wanderweges. Denn der Weg führt von der Straße, den Gebäuden, ja fast der Zivilisation weg in den Wald hinein. Und so stimmen bereits die ersten Meter des Taunus Schinderhannes Steig auf seinen weiteren Verlauf ein, der den Wanderer dazu bringen möchte, die Welt um ihn herum zu vergessen und die Eindrücke des Weges, des Waldes und der Natur aufzunehmen. Übrigens: Bereits der Namensgeber des Pfades, der berühmt-berüchtigte Räuber Johannes Bückler („Schinderhannes“, 1779-1803) genoss die Reize des Taunuswaldes und schätzte diesen für seine Unberührtheit und Ruhe - und als Zufluchtsort. Hat man den Gimbacher Hof in Kelkheim als Startpunkt gewählt, geht es nach dem ersten größeren Waldstück an Feldern vorbei gen Norden, wobei sich einem atemberaubende Blicke auf die Frankfurter Skyline sowie die umliegenden Taunushänge bieten. Kurz vor der Burgstadt Eppstein erreicht man den „Kaisertempel“, das an die Gründer des Deutschen Reichs 1871 erinnern soll. Im Inneren des Denkmals finden sich Büsten Bismarcks, Kaiser Wilhelm dem I. und weiteren Reichsgründern. Der Außenbereich gewährt einen sehenswerten Blick auf Eppstein und seine Umgebung. Nach dem Abstieg vom Staufen (451 m) durchquert man den Ort, auf den man soeben geblickt hat und kann nicht ohnehin kommen, die mächtige Burgruine zu bewundern, die als Stadtkrone über Eppstein thront. Nun führt der Schinderhannes Steig abermals in Richtung Norden, bis mit dem Atzelberg (507 m) die höchste Erhebung im Main-Taunus-Kreis wartet. Unterhalb eines Aussichtsturmes lädt eine Rastmöglichkeit mit Feuerstelle zum Verweilen ein. Hat man sich von der spektakulären Aussicht vom Atzelberg losgerissen, geht es weiter durch Schloßborn und Glashütten, wo ein besonders schöner Abschnitt des Steiges auf Wanderer wartet. Bei Glashütten (hier können die Ruinen der namensgebenden Glasverhüttungsofen angeschaut werden) biegt man weiter in den Wald hinein und überquert den Limes, das größte Bodendenkmal Europas. Weiter geht es durch den Wald über einen Hügelkamm und an der "Feldberggemeinde" Schmitten vorbei, bis man bei Treisberg den Pferdskopf erreicht und den dortigen Aussichtsturm erklimmen kann. Auch der Blick vom Pferdskopf (663 m) entschädigt für so manche Strapaze. Denn fast nirgendwo sonst kann man den nördlichen Taunus besser überblicken als hier! Hat man Treisberg passiert, biegt man auf die Zielgerade ein. Nun geht es bergab bis zur Landsteiner Mühle und dort beginnt der Weg so symbolisch wie er angefangen hat: mit dem Austritt aus dem Blätterdach...
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Kelkheim (Taunus)
Rund­wan­der­we­ge am Ret­ters­hof
Vom Rettershof aus, dem beliebten Ausflugsziel in Kelkheim, starten insgesamt sieben ausgeschilderte Rundwanderwege. Die Touren sind mit einem R markiert und zwischen 2,5 und 13 Kilometer lang. Abwechslungsreiche Strecken führen durch schönen Taunus-Wald und vorbei an Obstbäumen, Wiesen und Feldern sowie an den Kelkheimer „Hausbergen“ Rossert (515 m) und Staufen (451 m). Hier und da werden schöne Aussichtspunkte erreicht. Gutes Schuhwerk und etwas Ausdauer sind vor allem bei den längeren Wanderungen von Vorteil. Rundwanderweg R2 führt über 5,6 Kilometer durch Felder, am Waldrand entlang und kurzzeitig auch durch den Wald. Das letzte Stück des Weges gewährt einen schönen Ausblick auf Fischbach mit seiner Bergkulisse. Rundwanderweg R 4 verläuft über fünf Kilometer meist eben. Er führt durch Felder und Wiesen und bietet zahlreiche schöne Ausblicke. Bänke am Wegesrand laden zum Rasten ein. Zum Highlight wird diese Wanderung, wenn die Pracht der unzähligen blühenden Obstbäume zu bewundern ist. Der Rundwanderweg mit der Markierung R5 ist ebenfalls fünf Kilometer lang. Er führt Sie auf gut ausgebauten Wegen mit geringen Steigungen durch Wald und Wiesen. Die Hanglage dieses Weges bedingt einen interessanten Weitblick über den Kelkheimer Ortsteil Fischbach in Richtung der Mainebene. Und auch der restliche Teil ist durch die Kulisse von Staufen, Rossert, Atzelberg und der fast 100 Jahre alten ehemaligen Lungenheilstätte von Ruppertshain reizvoll. Der Wanderweg führt an dem Cafe-Restaurant Zum Fröhlichen Landmann vorbei in Richtung Schlosshotel Rettershof. Rundwanderweg R 6 ist ein bequemer Weg ohne Steigungen, der bei jedem Wetter begehbar ist. Der Weg gewährt auf rund zweieinhalb Kilometern einen schönen Blick auf das Braubachtal sowie in Richtung der Burgruine Königstein. Der mit der Markierung R 7 versehene Weg ist ein rund sechs Kilometer langer Weg ohne größere Steigungen, der durch den Wald und die Wiesen des Braubachtals führt. Auf einem Pfad beginnend verläuft der Weg auf ein freies Acker- und Wiesengrundstück mit Ausblick auf die Taunusberge und die Königsteiner Burg. Nach Überquerung der einspurigen Eisenbahnlinie Höchst-Königstein stößt der Rundwanderweg auf den breiten Talweg, dann wird der Braubachweiher passiert. Nach dem Braubachtal geht es durch Kleingärten und Streuobstwiesen, bis die parallel zum Tal verlaufende Bahnlinie Höchst-Königstein erneut überquert wird. Es folgt eine schöne Aussicht in die Mainebene. Dann geht es vorbei an zahlreichen im Wald verborgenen Hügelgräbern. Der zweitlängste Rundwanderweg am Rettershof (R 8) bietet auf elf Kilometern viel Abwechslung und ca. 250 Meter Höhenunterschied. Aufgrund des Streckencharakters sowie einigen Steigungen ist festes Schuhwerk bei diesem Weg unbedingt zu empfehlen. Zahlreiche Plätze laden entlang der Strecke zum Rasten ein, das am Weg gelegene Naturfreundehaus Billtal bietet sich auf halber Strecke zur Einkehr an. Auf dem längsten der Rundwanderwege (Markierung R 9) wird der 506 Meter hohe Atzelberg erklommen. Daher sollten Wanderer bei dieser Tour über ein wenig Ausdauer und gutes Schuhwerk verfügen. Einkehrmöglichkeiten gibt es in Eppenhain und Ruppertshain. Der Streckenverlauf in Kürze: Vom Parkplatz am Café-Restaurant "Zum Fröhlichen Landmann" vorbei, dann über den Liebespfad zum Viktoriaweg. An den sich gegenüberliegenden Parkplätzen "Landsgraben" und "Eppenhainer Kreuz" wird die Straße nach Schlossborn überquert, dann geht es im steilen Zick-Zack auf den Gipfel des Atzelbergs. Der Abstieg von dort führt hinunter nach Eppenhain, wo es an Friedhof und Kriegerdenkmal vorbei über die Rossertstraße zum Nickelskreuz geht. Infos zum Rettershof stehen bereit auf der Website der Gutsverwaltung Rettershof. Eine detaillierte Beschreibung der Rundwanderweg am Rettershof finden Sie auf der Website der Stadt Kelkheim in der Rubrik Wandern.
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