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Wandern

Auf Wegen und Pfaden durch den Taunus
Wan­dern ist die wohl be­lieb­tes­te Frei­zei­t­ak­ti­vi­tät im Tau­nus. Kein Wun­der, be­geis­tert das "sc­höns­te Mit­tel­ge­bir­ge der Welt" (Alex­an­der von Hum­boldt) sei­ne Be­su­cher doch mit ei­nem aus­ge­dehn­ten We­ge­netz, se­hens­wer­ter Na­tur und Kul­tur­denk­mä­lern von Rang. Das Wan­der­re­vier Tau­nus ist ge­spickt mit ab­wechs­lungs­rei­chen We­gen, die gut be­schil­dert durch die ver­schie­den Ab­schnit­te des Mit­tel­ge­bir­ges ver­lau­fen. Al­lein im Na­tur­park Tau­nus gibt es 210 Wan­der­we­ge mit ei­ner Ge­samt­län­ge von fast 1200 Ki­lo­me­tern (Ti­tel­bild: Weg­wei­ser am Klei­nen Feld­berg © Tau­nus Tou­ris­tik Ser­vice e.V.).

Wanderrevier Taunus

Das ganze Jahr über erfreut ich der Taunus bei Wanderern großer Beliebtheit. Hoch im Kurs steht bei Touren vor allem die Region rund um den Großen Feldberg (881 m), in der es die anspruchsvollsten Wanderrouten und die spektakulärsten Aussichtspunkte gibt. Doch auch abseits des Taunushauptkammes lohnt es sich, die Wanderschuhe zu schnüren. Dichte Wälder, wildromantische Täler, Wiesen und Felder mit saftigem Grün und goldenem Getreide warten auf Naturliebhaber und Outdoor-Freunde. Im Naturpark Rhein-Taunus erwartet Wanderer zudem ein echtes Highlight: das mit rund 21.000 Hektar größte unzerschnittene Waldgebiet Hessens!

Neben der prächtigen, teils unberührten Natur, gibt es im Taunus viele Kulturdenkmäler, die es bei Wanderungen zu entdecken gilt. Teilweise verlaufen die Wanderwege sogar in unmittelbarer Nähe der beindruckenden Relikte aus der Römer- oder Keltenzeit bzw. dem Mittelalter. So verläuft zum Beispiel der Limeserlebnispfad Hochtaunus (vom Deutschen Wanderverband ausgezeichnet als "Qualitätsweg") zu einem großen Teil parallel zum UNESCO-Weltkulturerbe Übergermanisch-Raetischer Limes. Der 3BurgenWeg verbindet die Wehranlagen in Königstein und Kronberg.

Die meisten der Wanderwege im Taunus stellen die beiden Naturparke auf ihren Internetseiten vor. Im Naturpark Rhein-Taunus können Wanderer im ErLebensRaum Naturpark Rhein-Taunus auf Tour gehen. Der Naturpark Taunus bietet einen eigenen Online-Wanderführer, zu dem Sie über nachfolgenden Link gelangen. Beide Naturparke bieten Führungen an.

Online-Wanderführer des Naturpark Taunus

Tipps und Informationen

Idealer Startpunkt für eine Wanderung in den Taunus ist für Leut‘ aus Frankfurt ist traditionell die Hohemark in Oberursel, wo die U-Bahn aus dem Stadtzentrum endet und zahlreiche Wanderwege beginnen. Dort erhalten Sie im Taunus-Informationszentrum neben einer kostenfreien Wanderübersicht für das Gebiet des Hohen Taunus Kartenmaterial für alle Teilregionen des Wanderreviers Taunus. Zudem gibt Ihnen das Service-Team der Tourist-Info nützliche Tipps für Ihre Tour durch das Mittelgebirge. Falls Sie mit dem Auto in den Taunus kommen, können Sie kostenpflichtig auf einem großen Parkplatz gegenüber dem Taunus-Informationszentrum parken. Als Alternativen bieten sich die vielen günstig gelegenen Wanderparkplätze an, von denen Sie ebenfalls zahlreiche Touren beginnen können.

Alle weiteren Informationen zum Thema Wandern im Taunus sowie ausgewählte Tourenvorschläge erhalten Sie in unserer Broschüre "Sport & Outdoor", die in den Tourist-Infos der Region ausliegt und die Sie im Servicebereich kostenfrei downloaden können. Ebenfalls in downloadbar ist eine Übersicht mit Wanderwegen in der Feldbergregion

Tourenvorschläge

Nachfolgend präsentieren wir Ihnen drei Rundtouren, die am Taunus-Informationszentrum im Norden Oberursels starten. Die Touren sind echte "Klassiker" und erfreuen sich großer Beliebtheit, sowohl bei Taunus-Neulingen als auch bei erfahrenen Wanderern und Liebhabern der Region. Sie führen auf die höchsten Gipfel des Mittelgebirges und bieten neben populären Einkehrmöglichkeiten bei gutem Wetter tolle Ausblicke auf die Kulturlandschaft abseits des Taunushauptkammes (Tour 1 und Tour 2).

Hohemark - Großer Feldberg - Hohemark (Distanz: ca. 17 km; Dauer: ca. 5,5 Stunden)


Vom Parkplatz Hohemark neben dem Taunus-Informationszentrum startet die Wanderung zum höchsten Gipfel im Taunus. Der Wandermarkierung mit dem schwarzen, liegenden „V“ kann man von hier aus neben dem Urselbach bis zum Parkplatz "Teufelsquartier" folgen. Hier muss die Straße gequert werden, dann geht es links weiter und über einen steilen Weg hinauf zum Feldberggipfel (881 m) mit dem Feldberghof. Der Abstieg zum Sandplacken wird begleitet von der Markierung mit dem schwarzen „T“ und dem blauen „X“. An der Passhöhe angekommen kann sich der Wanderer entscheiden, ob er mit dem Bus zum Taunus-Information zurückfährt oder lieber mit dem roten Punkt als Wandermarkierung den Heimweg antritt.

Hohemark - Altkönig - Hohemark (Distanz: ca. 10 km; Dauer: ca. 2,5 Stunden)
 
Vom Taunus-Informationszentrum aus folgen gehen Sie die Alfred-Lechler-Straße bis zur Klinik Hohemark hinauf. Ab hier begleitet Sie der blaue Balken von der Friedländer Straße über die den Kaiserin-Friedrich-Weg bis zur 7 Brüder-Tanne. Hier wechseln Sie dann auf den Wanderweg mit der Markierung des grünen Balkens. Diese führt Sie auf den Altkönig (798 m), den dritthöchsten Berg im Taunus mit seiner keltischen Ringwallanlage, die heute noch teils sichtbar ist. Vom Altkönig abgestiegen kommen Sie auf den Pflasterweg. Hier können Sie der gelben Markierung nach links zum Gebirgspass Fuchstanz und den dort angesiedelten Waldrestaurants folgen, oder Sie gehen begleitet vom gelben Balken nach rechts und kommen so zum Ausgangspunkt Taunus-Informationszentrum an der Hohemark an.
 
Hohemark - Goldgrube - Hohemark  (Distanz: 4,3 km; Dauer: ca. 2 Stunden)
 
Auf dem archäologischen Rundwanderweg ("Keltenrundwanderweg") folgt man dem Wegesymbol, einer keltischen Münze, auf 4,3 Kilometern quer durch eines der bedeutsamsten Oppida Europas: Dem Heidetränk-Oppidum. Auf 16 Schautafeln und anhand einiger Rekonstruktionen und Erlebnisstationen werden die im Gelände sichtbaren Überreste der keltischen Stadt erläutert (Ringwälle, Gräben, Wohnflächen). Gegenüber des Eingangs der Tourist-Info im Taunus-Informationszentrum befindet sich bereits die erste Station in Form einer Rekonstruktion eines Hügelgrabes. Ab hier folgt man der Markierung des Keltenrundwanderweges erst über die gelbe Brücke, dann geht es die zweite Möglichkeit links. Nun führen die Markierung und die Info-Tafeln weiter durch die ehemalige „Goldgrubensiedlung“ unweit des Goldgrubefelsens.