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Wandern

Auf Wegen und Pfaden durch den Taunus
Wan­dern ist die wohl be­lieb­tes­te Frei­zei­t­ak­ti­vi­tät im Tau­nus. Kein Wun­der, be­geis­tert das "sc­höns­te Mit­tel­ge­bir­ge der Welt" (Alex­an­der von Hum­boldt) sei­ne Be­su­cher doch mit ei­nem aus­ge­dehn­ten We­ge­netz, se­hens­wer­ter Na­tur und Kul­tur­denk­mä­lern von Rang. Das Wan­der­re­vier Tau­nus ist ge­spickt mit ab­wechs­lungs­rei­chen We­gen, die gut be­schil­dert durch die ver­schie­den Ab­schnit­te des Mit­tel­ge­bir­ges ver­lau­fen. Al­lein im Na­tur­park Tau­nus gibt es 210 Wan­der­we­ge mit ei­ner Ge­samt­län­ge von fast 1200 Ki­lo­me­tern (Ti­tel­bild: Weg­wei­ser am Klei­nen Feld­berg © Tau­nus Tou­ris­tik Ser­vice e.V.).
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Kriftel
Bo­nifa­ti­us­rou­te
Ein Wanderweg der besonderen Art quert fast den gesamten südlichen Main-Taunus: Die Bonifatiusroute von Mainz nach Fulda. Der Einstieg in den (Main-) Taunus beginnt am Bahnhof in Kriftel, von dort verläuft die Route über Liederbach und Eschborn nach Frankfurt und in die Wetterau. Zur Erinnerung an den Apostel der Deutschen besteht seit 2004 eine rund 180 Kilometer lange Wander- und Pilgerroute. Sie folgt den Spuren des Trauerzuges, auf dem 754 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung der Leichnam des Missionars und Kirchenreformers Bonifatius von Mainz nach Fulda überführt wurde. Zwischen den bedeutenden geistlichen Zentren Mainz und Fulda mit ihren zahlreichen Kirchenbauten und Bauwerken aus allen Epochen, führt die Route durch ganz unterschiedliche Kulturlandschaften: Das dicht besiedelte Rhein-Main-Gebiet mit der Frankfurter Skyline ebenso wie die traditionsreichen Orte im Vordertaunus, die Wetterau mit ihren weiten Acker- und Streuobstflächen, der Vogelsberg mit bizarren Gebilden aus grauem Basalt als Zeugen erloschender vulkanischer Aktivität und schließlich das Fuldaer Land mit seinen ursprünglichen Fachwerksdörfern. Im Main-Taunus vermittelt die Strecke zunächst Einblicke in die alte Weinbaulandschaft, es folgt die pulsierende Bürostadt von Eschborn, die im Kontrast zu frühmittelalterlicher Beschaulichkeit steht. Die Wegstrecke im Main-Taunus beträgt rund 35 Kilometer. Die Markierung erfolgt durch Wanderschilder, die das offizielle Logo zur Bonifatiusroute zeigen. Die Abzweige zu den an der Route gelegenen RMV-Stationen werden durch die Rhein-Main-Vergnügen-Schilder mit dem aufgedruckten Bonifatiuslogo markiert. Auf der gesamten Strecke weisen zusätzliche Informationstafeln auf besondere kulturelle, historische und natürliche Sehenswürdigkeiten hin. Der Rhein-Main-Verkehrsbund (RMV) bietet im Rahmen des Rhein-Main-Vergnügens eine besondere Karte zur Bonifatiusroute an. Neben dem gesamten Verlauf der Routen informiert diese über den RMV zu beziehende Karte auch über kulturelle Anlaufpunkte.
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Oberursel (Taunus)
Müh­l­en­wan­der­weg
Der Oberurseler Mühlenwanderweg führt Sie von der Hohemark, dem "Tor zum Taunus", bis zur Mündung des Urselbachs in die Nidda in Frankfurt-Heddernheim. Auf dem rund 15 Kilometer langen Weg informieren zahlreiche Schautafeln über das Biotop Bach und die Geschichte der gewerblichen Nutzung des Urselbachs. Insgesamt 42 Orte, an denen sich mit Wasserkraft betriebene Werke befanden, gilt es auf dem Weg zu entdecken. Der Mühlenwanderweg startet an der Kaiserin-Friedrich-Brücke oberhalb der Hohemark, wo sich auf dem Gelände des heutigen Wanderparkplatzes von 1860 bis 1909 eine Spinnerei befand. Von dort verläuft der Weg zunächst durch den Oberurseler Stadtwald unweit der sog. Custine-Schanzen. Im weiteren Verlauf erreicht der Weg das Zentrum der Brunnenstadt. Hier geht es nach kurzer Zeit durch die schmucke Altstadt, die mit sorgsam restaurierten Fachwerkhäusern und einem sehenswerten Gotteshaus - der St.-Ursula-Kirche aus dem 15. Jahrhundert - besticht. Aus der Oberurseler Innenstadt führt der Weg in Richtung des Stadtteils Stierstadt, wo Anschluss an die S-Bahn Linie S5 (Frankfurt - Bad Homburg/Friedrichsdorf) besteht. Dann führt der Mühlenwanderweg vorbei an der letzten Mühle auf Oberurseler Gemarkung, der Krebsmühle (17. bis 20. Jahrhundert), zur Frankfurter Stadtgrenze. Bis der Wanderweg am Campingplatz Sandelmühle die Nidda erreicht, passiert er sieben weitere ehemalige Mühlen. In Heddernheim, dem Ziel der Wanderung, besteht Anschluss an die gleichnamige U-Bahn Haltestelle. Broschüren und Flyer mit detaillierten Informationen zum Streckenverlauf des Mühlenwanderweges sowie zu den Mühlen entlang des Weges erhalten Sie in der Tourist-Info des Taunus-Informationszentrums, welches sich rund 1000 Meter südlich des Startpunktes befindet.
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Kelkheim (Taunus)
Rund­wan­der­we­ge am Ret­ters­hof
Vom Rettershof aus, dem beliebten Ausflugsziel in Kelkheim, starten insgesamt sieben ausgeschilderte Rundwanderwege. Die Touren sind mit einem R markiert und zwischen 2,5 und 13 Kilometer lang. Abwechslungsreiche Strecken führen durch schönen Taunus-Wald und vorbei an Obstbäumen, Wiesen und Feldern sowie an den Kelkheimer „Hausbergen“ Rossert (515 m) und Staufen (451 m). Hier und da werden schöne Aussichtspunkte erreicht. Gutes Schuhwerk und etwas Ausdauer sind vor allem bei den längeren Wanderungen von Vorteil. Rundwanderweg R2 führt über 5,6 Kilometer durch Felder, am Waldrand entlang und kurzzeitig auch durch den Wald. Das letzte Stück des Weges gewährt einen schönen Ausblick auf Fischbach mit seiner Bergkulisse. Rundwanderweg R 4 verläuft über fünf Kilometer meist eben. Er führt durch Felder und Wiesen und bietet zahlreiche schöne Ausblicke. Bänke am Wegesrand laden zum Rasten ein. Zum Highlight wird diese Wanderung, wenn die Pracht der unzähligen blühenden Obstbäume zu bewundern ist. Der Rundwanderweg mit der Markierung R5 ist ebenfalls fünf Kilometer lang. Er führt Sie auf gut ausgebauten Wegen mit geringen Steigungen durch Wald und Wiesen. Die Hanglage dieses Weges bedingt einen interessanten Weitblick über den Kelkheimer Ortsteil Fischbach in Richtung der Mainebene. Und auch der restliche Teil ist durch die Kulisse von Staufen, Rossert, Atzelberg und der fast 100 Jahre alten ehemaligen Lungenheilstätte von Ruppertshain reizvoll. Der Wanderweg führt an dem Cafe-Restaurant Zum Fröhlichen Landmann vorbei in Richtung Schlosshotel Rettershof. Rundwanderweg R 6 ist ein bequemer Weg ohne Steigungen, der bei jedem Wetter begehbar ist. Der Weg gewährt auf rund zweieinhalb Kilometern einen schönen Blick auf das Braubachtal sowie in Richtung der Burgruine Königstein. Der mit der Markierung R 7 versehene Weg ist ein rund sechs Kilometer langer Weg ohne größere Steigungen, der durch den Wald und die Wiesen des Braubachtals führt. Auf einem Pfad beginnend verläuft der Weg auf ein freies Acker- und Wiesengrundstück mit Ausblick auf die Taunusberge und die Königsteiner Burg. Nach Überquerung der einspurigen Eisenbahnlinie Höchst-Königstein stößt der Rundwanderweg auf den breiten Talweg, dann wird der Braubachweiher passiert. Nach dem Braubachtal geht es durch Kleingärten und Streuobstwiesen, bis die parallel zum Tal verlaufende Bahnlinie Höchst-Königstein erneut überquert wird. Es folgt eine schöne Aussicht in die Mainebene. Dann geht es vorbei an zahlreichen im Wald verborgenen Hügelgräbern. Der zweitlängste Rundwanderweg am Rettershof (R 8) bietet auf elf Kilometern viel Abwechslung und ca. 250 Meter Höhenunterschied. Aufgrund des Streckencharakters sowie einigen Steigungen ist festes Schuhwerk bei diesem Weg unbedingt zu empfehlen. Zahlreiche Plätze laden entlang der Strecke zum Rasten ein, das am Weg gelegene Naturfreundehaus Billtal bietet sich auf halber Strecke zur Einkehr an. Auf dem längsten der Rundwanderwege (Markierung R 9) wird der 506 Meter hohe Atzelberg erklommen. Daher sollten Wanderer bei dieser Tour über ein wenig Ausdauer und gutes Schuhwerk verfügen. Einkehrmöglichkeiten gibt es in Eppenhain und Ruppertshain. Der Streckenverlauf in Kürze: Vom Parkplatz am Café-Restaurant "Zum Fröhlichen Landmann" vorbei, dann über den Liebespfad zum Viktoriaweg. An den sich gegenüberliegenden Parkplätzen "Landsgraben" und "Eppenhainer Kreuz" wird die Straße nach Schlossborn überquert, dann geht es im steilen Zick-Zack auf den Gipfel des Atzelbergs. Der Abstieg von dort führt hinunter nach Eppenhain, wo es an Friedhof und Kriegerdenkmal vorbei über die Rossertstraße zum Nickelskreuz geht. Infos zum Rettershof stehen bereit auf der Website der Gutsverwaltung Rettershof. Eine detaillierte Beschreibung der Rundwanderweg am Rettershof finden Sie auf der Website der Stadt Kelkheim in der Rubrik Wandern.
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