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Schlosskirche

Bad Homburg v.d. Höhe
Ge­schich­te:
Land­graf Fried­rich II. rich­te­te als Er­satz für ei­ne spät­mit­telal­ter­li­che Stadt­kir­che die Sch­loss­kir­che in ei­nem Trakt des neu­en Sch­los­ses ein. Öst­lich des Uhr­turms, un­ter Ein­bin­dung der kryp­ten­ar­ti­gen, land­gräf­li­chen Grab­le­ge des Vor­gän­ger­baus wur­de 1697 der flach­t­on­nen­ge­wölb­te Saal­bau mit dem ri­sa­li­t­ar­tig vor­sprin­gen­den Ch­or­ge­viert ein­ge­weiht.Im Jah­re 1908 über­nahm die be­nach­bar­te, ge­ra­de fer­tig­ge­s­tell­te Er­lö­ser­kir­che von der Sch­loss­kir­che die Funk­ti­on der evan­ge­lisch-lu­the­ri­schen Stadt­kir­che. Die Sch­loss­kir­che wur­de ent­wid­met und auf An­re­gung der Kai­se­rin Fried­rich zu ei­ner Gruft­kir­che um­ge­wan­delt. Nach dem Ers­ten Welt­krieg ge­riet die un­ge­nutz­te Sch­loss­kir­che nach und nach in Ver­ges­sen­heit und ver­kam, trotz ge­le­gent­li­cher Nut­zung als Kon­zert- und Aus­stel­lungs­raum, in der Zeit nach dem Zwei­ten Welt­krieg.Erst die In­i­tia­ti­ve des Ku­ra­to­ri­ums zur Er­neue­rung der Bad Hom­bur­ger Sch­loss­kir­che führ­te in den Jah­ren 1986 bis 1989 zur Wie­der­her­stel­lung der Sch­loss­kir­che un­ter Ein­bin­dung der we­ni­gen er­hal­te­nen Aus­stat­tungs­stü­cke aus un­ter­schied­li­chen Zei­ten, dar­un­ter der Zy­k­lus der Em­po­ren­bil­der, das groß­for­ma­ti­ge Altar­bild von Karl Be­gas (1794 bis 1854) und das Or­gel­ge­häu­se von Jo­hann Con­rad Bür­gy (1721 bis 1792).Das ge­sam­te Or­gel­werk wur­de da­bei, nach den vor­han­de­nen und präzi­sen An­ga­ben Bür­gys, denk­mal­ge­recht re­kon­stru­iert.Seit 1989 hat sich die Sch­loss­kir­che zu ei­nem be­lieb­ten Ver­an­stal­tungs­raum ent­wi­ckelt. Die 300 Jah­re al­te Sch­loss­kir­che, in der sich die Land­gra­fen­g­ruft des Hau­ses Hes­sen-Hom­burg be­fin­det, kann bei der Füh­rung durch den Eli­sa­be­then­flü­gel und wäh­rend der "Li­tera­ri­schen Füh­rung" durch das Bad Hom­bur­ger Sch­loss be­sich­tigt wer­den.Be­son­der­hei­ten:
Die Sch­loss­kir­che di­ent häu­fig als Ver­an­stal­tung­s­ort für Kon­zer­te.

Adresse

Landgrafenschloss
61348 Bad Homburg v.d. Höhe

Kontakt

Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten

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Al­ta­na Kul­tur­s­tif­tung im Sin­c­lair-Haus
"Kunst und Natur" stehen im Zentrum der Aktivitäten der ALTANA Kulturstiftung. Es ist ihr ein Anliegen, das Bewusstsein für die Bedeutung und unsere Verantwortung gegenüber der Natur zu entwickeln und zu schärfen - in der Auseinandersetzung mit der Kunst. Raum für die Begegnung mit der Kunst bietet das Sinclair-Haus in Bad Homburg, wo pro Jahr vier bis fünf Präsentationen zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts zu sehen sind. Ein umfangreiches Bildungsprogramm zur lebendigen Begegnung mit der Kunst und der Natur ist wichtiger Bestandteil des kulturellen Angebots. „Natur“ und „Schöpfung“ sind auch die zentralen Themen der ALTANA Kunstsammlung, die verschiedene künstlerische Positionen und Motive vereint. Bedeutende internationale Künstler unserer Zeit sind in der Sammlung vertreten: Georg Baselitz, Alex Katz, Anselm Kiefer, Wolfgang Laib, Heribert C. Ottersbach, Bruce Nauman oder Giuseppe Penone, um nur einige zu nennen. Die jährliche Präsentation der Sammlung im Sinclair-Haus widmet sich unterschiedlichen Themenstellungen. Unter dem Titel „Atelier Kunst und Natur“ bietet die ALTANA Kulturstiftung ein interdisziplinäres Angebot für Kinder und junge Menschen an. Dabei geht es stets um die direkte Begegnung mit der Kunst und den Künstlern. Bildende Kunst, Musik und Literatur werden auf eine Weise erfahrbar gemacht, die alle Sinne nachhaltig anspricht. Preise: Erwachsene: 5,00 € Kinder: bis 12 Jahre freier Eintritt Reduzierter Eintrittspreis 3,00 € Inhaber des Kulturpasses 1,00 € Mittwochs Eintritt frei Themen: Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts 1 x pro Jahr Sammlungspräsentation
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Evan­ge­li­sche Er­lö­ser­kir­che
Geschichte: Die Erlöserkirche wurde am 17.05.1908 in einem großen Festakt in Anwesenheit des Kaiserpaares Wilhelm II. und Auguste Victoria sowie der Repräsentanten der Stadt, des Landkreises und der Provinzverwaltung unter großer Beteiligung der Homburger Bürgerschaft feierlich eingeweiht. Der Umstand, dass Bad Homburg eine weltbekannte Kurstadt und später kaiserliche Sommerresidenz geworden war, prägte den Zuschnitt der neuen Stadtkirche. Mit der Kaiserin Auguste Victoria als offizieller Patronin und ihrem Kammerherrn Freiherr von Mirbach als Regisseur des Bauprojektes wurde die Erlöserkirche ein wilhelminischer Programmbau, bei dem jedes Detail als Teil eines Gesamtkunstwerkes geplant und ausgeführt wurde. Entworfen in freiester Anlehnung an die schönen Vorbilder deutscher, französischer und italienischer romanisch-mittelalterlicher Kunst, so der Berliner Geheime Baurat Franz Schwechten, nimmt die Kirche in ihrer äußeren Gestalt mit den rautenbehelmten Türmen Motive aus rheinischen Landen auf, während im Inneren die Bezugnahme auf die Hagia Sophia und orthodoxe Traditionen unübersehbar ist. Das Bildprogramm der Kirche erzählt ihrem Namen entsprechend vom Erlöser. So Simeon auf dem Mittelpfeiler der Eingangsportale (Meine Augen haben deinen Heiland gesehen), so das Gleichnis von den klugen und den törichten Jungfrauen im Portalbogen, die Hinweise auf das jüngste Gericht in den Arkadenbändern, das himmlische Jerusalem über dem Simeonskopf und die himmlische Gemeinschaft mit Christus im Tympanon. Im Innenbereich entfaltet sich das Erlösermotiv in herausragender Weise im Christus- Mosaik in der Apsis-Kuppel. Steht in protestantischen Kirchen üblicherweise Christus als Gekreuzigter im Vordergrund, so ist hier in Anlehnung an orthodoxe Traditionen Christus als Auferstandener und Weltenerlöser im Mittelpunkt. Das biblische Thema Erlösung – Erlöser hat zugleich eine symbolische Bedeutung für den kaiserlichen Bauherrn im Hintergrund. Indem das Portal auf die Kirche St. Trophime in Arles anspielt und das Christus-Mosaik ikonographisch auf Kirchen in Sizilien verweist, werden Lebensspuren des Kaisers Barbarossa aufgenommen. In dieser Linie will sich Wilhelm II. sehen. Und mehr noch: Erlöserkirchen mit hervorgehobenem Kreuzeszeichen – hier: das Lichtkreuz an der höchsten Stelle in der Kuppel – verweisen auf den römischen Kaiser Konstantin (um 300 n. Chr): wie dieser, so wollte auch Wilhelm II. als Schutzherr der Christenheit angesehen werden. Besonderheiten: Kirchenführungen finden sonntags jeweils um 11:30 Uhr und 15:00 Uhr statt.
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