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Kapelle am Pilgerweg

Kriftel
Die ers­te Ka­pel­le, die zum An­ge­den­ken des Mis­sionars und Kir­chen­re­for­mers Bo­nifa­ti­us von Mainz er­baut wor­den ist, wur­de wäh­rend des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges zer­stört. 1755 er­folg­te der Wie­der­auf­bau. Jahr­hun­der­te spä­ter stand die­ser Bau den fort­sch­rei­ten­den Stra­ßen­bau­ten im Weg und wur­de 1959 ab­ge­ris­sen. An ih­rer Stel­le wur­de beim Lim­bur­ger Weg ne­ben der L 3011 ein klei­nes Denk­mal er­rich­tet. Un­weit da­von, auf ei­ner An­höhe im Krif­te­ler Hoch­feld um­ge­ben von Obst­bäu­men, ent­stand die heu­ti­ge und drit­te Bo­nifa­ti­us­ka­pel­le. Sie wur­de 1958 ein­ge­weiht und 2004 grund­le­gend re­no­viert. Be­mer­kens­wert sind im In­nern ein Mo­sa­ik, "St. Bo­nifa­ti­us in Be­zie­hung zur Tau­fe Chris­ti" dar­s­tel­lend, so­wie ei­ne Wand­ma­le­rei "Vier Sze­nen aus dem Le­ben des Hei­li­gen Bo­nifa­ti­us". Im In­nen­raum be­fin­den sich au­ßer­dem Ge­denk­ta­feln mit den Na­men der Krif­te­ler Op­fer der bei­den Welt­krie­ge. Die Ka­pel­le ist heu­te ei­ne der Sta­tio­nen auf dem Wan­der- und Pil­ger­weg Bo­nifa­ti­us-Rou­te (www.bo­nifa­ti­us­rou­te.de). Er folgt den Spu­ren des Trau­er­zu­ges, der im Jahr 754 un­ter gro­ßer An­teil­nah­me der Be­völ­ke­rung den Leich­nam des Hei­li­gen Bo­nifa­ti­us zu sei­ner letz­ten Ru­he­stät­te nach Ful­da brach­te. Krif­tel ist mit vier Sta­tio­nen - Bo­nifa­ti­us­ka­pel­le, Bo­nifa­ti­us-Stein, Bo­nifa­ti­us-Kreuz und Hei­li­gen­fi­gur in der ka­tho­li­schen Kir­che St. Vi­tus - ein be­deu­ten­der Ort auf die­ser 180 Ki­lo­me­ter lan­gen Rou­te.

Adresse

An der Bonifatiuskapelle
65830 Kriftel

Kontakt

Katholische Kirchengemeinde Kriftel
Pfarrbüro St. Vitus

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Wandern
Kriftel • 1,08 km
Bo­nifa­ti­us­rou­te
Ein Wanderweg der besonderen Art quert fast den gesamten südlichen Main-Taunus: Die Bonifatiusroute von Mainz nach Fulda. Der Einstieg in den (Main-) Taunus beginnt am Bahnhof in Kriftel, von dort verläuft die Route über Liederbach und Eschborn nach Frankfurt und in die Wetterau. Zur Erinnerung an den Apostel der Deutschen besteht seit 2004 eine rund 180 Kilometer lange Wander- und Pilgerroute. Sie folgt den Spuren des Trauerzuges, auf dem 754 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung der Leichnam des Missionars und Kirchenreformers Bonifatius von Mainz nach Fulda überführt wurde. Zwischen den bedeutenden geistlichen Zentren Mainz und Fulda mit ihren zahlreichen Kirchenbauten und Bauwerken aus allen Epochen, führt die Route durch ganz unterschiedliche Kulturlandschaften: Das dicht besiedelte Rhein-Main-Gebiet mit der Frankfurter Skyline ebenso wie die traditionsreichen Orte im Vordertaunus, die Wetterau mit ihren weiten Acker- und Streuobstflächen, der Vogelsberg mit bizarren Gebilden aus grauem Basalt als Zeugen erloschender vulkanischer Aktivität und schließlich das Fuldaer Land mit seinen ursprünglichen Fachwerksdörfern. Im Main-Taunus vermittelt die Strecke zunächst Einblicke in die alte Weinbaulandschaft, es folgt die pulsierende Bürostadt von Eschborn, die im Kontrast zu frühmittelalterlicher Beschaulichkeit steht. Die Wegstrecke im Main-Taunus beträgt rund 35 Kilometer. Die Markierung erfolgt durch Wanderschilder, die das offizielle Logo zur Bonifatiusroute zeigen. Die Abzweige zu den an der Route gelegenen RMV-Stationen werden durch die Rhein-Main-Vergnügen-Schilder mit dem aufgedruckten Bonifatiuslogo markiert. Auf der gesamten Strecke weisen zusätzliche Informationstafeln auf besondere kulturelle, historische und natürliche Sehenswürdigkeiten hin. Der Rhein-Main-Verkehrsbund (RMV) bietet im Rahmen des Rhein-Main-Vergnügens eine besondere Karte zur Bonifatiusroute an. Neben dem gesamten Verlauf der Routen informiert diese über den RMV zu beziehende Karte auch über kulturelle Anlaufpunkte.
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