Sie befinden sich hier:

Evangelische Martin-Luther-Kirche

Königstein im Taunus
Ge­schich­te:
1914 ging mit der Ein­wei­hung der Mar­tin-Lu­ther-Kir­che (die da­mals ein­fach Evan­ge­li­sche Kir­che hieß) ein lang­ge­heg­ter Wunsch der Evan­ge­li­schen Ge­mein­de in Er­fül­lung. Bür­ger evan­ge­li­schen Be­kennt­nis­ses hat­te es seit der Re­for­ma­ti­on ge­ge­ben, ein ei­ge­nes Got­tes­haus je­doch fehl­te. Erst durch die Er­öff­nung des Of­fi­ziers­ge­ne­sungs­hei­mes (heu­te Ho­tel Fal­ken­stein Grand Kem­pin­ski) im Jahr 1909 er­öff­ne­te sich die Mög­lich­keit zum Kir­chen­bau mit kai­ser­li­cher Un­ter­stüt­zung. Mit dem Bau be­auf­tragt wur­de der re­nom­mier­te Her­bor­ner Kir­chen­bau­meis­ter Lud­wig Hof­mann (1862–1933), der auch schon die Kir­che in Kö­n­ig­stein (1886–1888) ent­wor­fen und ge­baut hat­te.
Der Kir­chen­bau in Fal­ken­stein sch­miegt sich an den stei­len Süd­hang ei­ner Fels­wand und mar­kiert den Ab­schluss des De­bus­we­ges zum Wald. Sei­nen Cha­rak­ter er­hält der In­nen­raum durch das Altar­bild „Chris­tus im Gar­ten Geth­se­ma­ne“ von Fer­di­nand Brütt, Mit­g­lied der Kron­ber­ger Ma­ler­ko­lo­nie. Vie­le der Ein­rich­tungs­ge­gen­stän­de (Al­tar, Kan­zel etc.) wur­den von an­säs­si­gen Fa­mi­li­en ge­s­tif­tet, woran z. T. die an­ge­brach­ten Wap­pen er­in­nern. Das Kir­chen­schiff wird über­spannt von ei­ner höl­zer­nen Ton­nen­de­cke, dem ent­sp­re­chen die sich wie­der­ho­len­den Bo­gen­for­men. Links öff­net sich die ehe­ma­li­ge Kai­ser­lo­ge, die ur­sprüng­lich ei­nen se­pa­ra­ten Zu­gang hat­te. Die farb­li­che Aus­ge­stal­tung rea­li­sier­te der Frank­fur­ter Kir­chen­ma­ler Ru­dolf Lin­ne­mann.
Die Kir­che bie­tet heu­te 180 Sitz­plät­ze. Sie ist be­liebt für Fa­mi­li­en­fei­ern wie Trau­un­gen und Tau­fen.Der­zeit er­hält sie ei­nen An­bau für ei­nen neu­en Ge­mein­de­saal, des­sen Aus­füh­rung der Ar­chi­tekt Prof. Chri­s­toph Mäck­ler über­nom­men hat.Be­son­der­hei­ten:
Altar­bild Chris­tus im Gar­ten Geth­se­ma­ne von Fer­di­nand Brütt, Ma­ler­ko­lo­nie Kron­berg

Adresse

Debusweg 9
61462 Königstein im Taunus-Falkenstein

Freizeitangebote in der Nähe

Burgen & Schlösser
Königstein im Taunus • 0,25 km
Burg­rui­ne Fal­ken­stein
Um 1100 errichteten die Grafen von Nürings auf dem Falkensteiner Burgberg einen Wohnsitz. Nach Aussterben der männlichen Linie wurde die Grafschaft Nürings zunächst von den Herren von Münzenberg und anschließend von den Herren von Bolanden-Falkenstein übernommen. Philipp I. von Falkenstein ließ einige Meter östlich von der alten Nüringer Turmburg eine neue Burg - nach dem Stammsitz der Familie in der Pfalz zunächst „Neu Falkenstein“ genannt - erbauen. Die Burg, deren weithin sichtbarer Burgturm aus dem 15. Jahrhundert stammt, wird 1364 das erste Mal urkundlich erwähnt. Bereits vor 1418 gelangte die Burg in den Besitz der Herren von Nassau-Weilburg, die sie mit der alten Grafschaft Nürings als Lehen vergaben. In Folge hatten mehrere adelige Familien Anteile an der Burg Falkenstein, darunter die Herren von Kronberg, von Staffel und von Hattstein. Letztere waren als Raubritter bekannt, die die Lage der Burg als idealen Ausgangspunkt für Überfälle nutzten. Ab 1679 waren für drei Generationen die Freiherren von Bettendorf die Lehnsherren über Burg und Dorf Falkenstein, das noch lange den Namen Nürings trug. Der häufige Besitzerwechsel schadete allerdings der Anlage. 1784 musste das alte Wohngebäude der Burg niedergelegt werden. Burg Falkenstein diente zunehmend Obdachlosen als Unterkunft und nach 1800 der Falkensteiner Bevölkerung als Steinbruch. Mitte des 19. Jahrhunderts erwirkte der Frankfurter Kaufmann Osterrieth ein Abrissverbot. Im Jahr 1954 erwarb die Gemeinde Falkenstein die Burgruine. Seit der Eingemeindung Falkensteins gehört sie zur Stadt Königstein. Tipp: Burg Falkenstein ist zwar nur ein "bisschen Burg", doch man muss sie einfach in das Herz schließen. Geradezu spektakulär ist die Aussicht über die sanften Hügel des Taunus bis weit in die Rhein-Main-Ebene. (Quelle: www.kur-koenigstein.de)
mehr
Burgen & Schlösser