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Kastell Kapersburg

Wehrheim
Dort, wo der Li­mes nicht mehr auf dem Tau­nus­haupt­kamm, son­dern in fast nörd­li­cher Rich­tung über ei­ne fla­che Sen­ke vor dem Sau­kopf ver­läuft, lie­gen auf ei­ne Höhe von rund 420 Me­ter über NN die Rui­nen der Ka­pers­burg. Die Ka­s­tell­rui­ne wur­de an­läss­lich der An­er­ken­nung des Li­mes als UNES­CO-Welt­kul­tur­er­be (Ju­li 2005) kom­p­lett re­stau­riert und in ei­nen Park um­ge­stal­tet.Das Ka­s­tell Ka­pers­burg wur­de be­reits En­de des 1. Jahr­hun­derts un­ter Kai­ser Tra­jan aus Holz an­ge­legt und spä­ter durch Stein­bau­ten er­setzt. Es hat­te drei Aus­bau­sta­di­en, wo­bei die Fun­da­men­te der letz­ten Aus­bau­pha­se, die teil­wei­se kon­ser­viert wur­den, am bes­ten sicht­bar sind. Seit der zwei­ten Aus­bau­pha­se be­saß das Trup­pen­la­ger ein Ba­de­ge­bäu­de, des­sen stei­ner­ne Tei­le des Un­ter­baus eben­falls kon­ser­viert wur­den und heu­te noch sicht­bar sind. Das Ba­de­e­bäu­de be­fin­det sich zwi­schen der Ka­pers­burg und dem Li­mes. Dar­über hin­aus wur­den Spu­ren ei­nes Ka­s­tell­dor­fes öst­lich des Ka­s­tells am Hang des Sau­kop­fes ge­fun­den.Die Ka­pers­burg wur­de wohl er­rich­tet, um das wei­t­aus un­güns­ter ge­le­ge­ne und sch­lech­ter mit Was­ser zu ver­sor­gen­de Klein­ka­s­tell Ock­stadt zu er­set­zen. Die Be­sat­zung des Ka­s­tells be­stand aus ei­nem Nu­me­rus (ca. 150 Mann) von ein­hei­mi­schen Hilfs­trup­pen, die im da­ma­li­gen Ni­da (heu­te Frank­furt-Hed­dern­heim) re­kru­tiert wor­den wa­ren. In den Ala­man­nen­stür­men Mit­te des 3. Jahr­hun­derts ist die Ka­pers­burg wohl mit ih­rer Be­sat­zung un­ter­ge­gan­gen. Der an­ti­ke Na­me der Ka­pers­burg ist üb­ri­gens nicht be­kannt. Im Jahr 1482 tauch­te der Na­me "Kar­pes­ser­burgk" zum ers­ten Mal in ei­ner Ur­kun­de auf. Im 18. und auch noch 19. Jahr­hun­dert di­en­ten die Rui­nen als Stein­bruch für das na­he Pfaf­fen­wies­bach, wo man den Bau von Schu­le und Kir­che da­mit vor­an­trieb.

Öffnungszeiten

frei zugänglich

Anreise

Das Kastell Kapersburg ist nach einem längeren Fußmarsch von der Lochmühle, vom Forsthaus Winterstein oder über Pfaffenwiesbach zu erreichen. In Pfaffenwiesbach weist ein Schild an der Hauptstraße auf die Kapersburg hin. Hier biegt man ab und hat die Wahl zwischen zwei Parkplätzen des Naturpark Taunus.

Kontakt

Gemeinde Wehrheim

Freizeitangebote in der Nähe

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Wehrheim • 1,55 km
Ka­tho­li­sche Kir­che Fried­richs­thal
Die Katholische Kirche in Friedrichsthal hat aufgrund ihrer Lage auf dem Friedhof das Patrozinium „Zur schmerzhaften Gottesmutter Maria“. Maria litt sehr aufgrund des Leidens und Sterbens ihres Sohnes Jesus am Kreuz und gilt bei den Gläubigen als solidarische Gottesmutter für viele Leidenden und Trauernden, die die Mutter Gottes in schweren Lebenssituationen anrufen und um Trost bitten. Als im Jahre 1814 bei einem verheerenden Ortsbrand ein großer Teil des heutigen Usinger Stadtteils Kransberg vernichtet wurde, wanderte ein Teil der heimatlosen Dorfbevölkerung in das Holzbachtal aus. Dort gründeten sie das Dorf "Friedrichsthal", das nach Herzog Friedrich von Nassau-Usingen benannt wurde. Der kirchliche Lebensmittelpunkt mit Gottesdiensten und Seelsorge fand allerdings weiterhin heimatverbunden in Kransberg statt. 1929 wurde der Friedhof in Friedrichsthal eingeweiht und wenige Jahre später entstand dort eine kleine Kapelle. Um nicht mehr den weiten Weg zu den Gottesdiensten nach Kransberg in Kauf nehmen zu müssen, entschlossen sich die Friedrichsthaler Bürger in Eigenleistung zum Bau der Marienkirche Ende der 50er Jahre. Anfang der 90er Jahre wurde jedoch ein schlechter baulicher Zustand festgestellt und da die notwendigen Sanierungsmaßnahmen zu teuer würden, wurde die alte Friedhofskapelle in den Jahren 2000/2001 in eine Katholische Filialkirche umgebaut. Im Jahre 2001 wurde der neugotische Hochaltar unbekannter Herkunft feierlich geweiht. Im Turm läuten zwei Glocken. Durch die Reformierung der zivilen Stadt- und Gemeindegrenzen im Jahre 1976 wird die Gemeinde Friedrichsthal von der Pfarrei Pfaffenwiesbach kirchlich und seelsorgerisch mitbetreut. In der Kirche Friedrichsthal werden auch evangelische Gottesdienste gefeiert.
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Mo­un­tain­bi­ke-Trail Win­ter­stein
Der Mountainbike-Trail Winterstein vom Wanderparkplatz Winterstein zur Kapersburg, der eine Gesamtlänge von 4,7 Kilometern hat, wurde durch die Zusammenarbeit von Naturpark Taunus, Forstamt Weilrod, Gravity Pilots und den Mountainbikern aus der Region umgesetzt. Der Trail ist neben dem Bikepark und dem Flowtrail am Großen Feldberg das dritte legale Angebot für ambitionierte Mountainbiker. Der Trail am Winterstein, eine Anlage des Naturpark Taunus, umfasst zwei Tracks. Beide Tracks starten auf dem Steinkopf auf einer Höhe von rund 500 m ü. NN und verlaufen dann talwärts. Wie bei den anderen Mountainbike-Angeboten weisen blaue, rote und schwarze Markierungen auf Herausforderungen für die Fahrer hin. Darüber hinaus wurde mit Umfahrungen ("chickenways") auch an Nachwuchsfahrer gedacht. Der erste Track in Richtung Forsthaus Winterstein trägt den Namen „ebbelwoi“ und bietet seinen Nutzern den klassischen Flowtrail-Charakter. Die Strecke ist gespickt mit gebauten Elementen, naturnahen Sprüngen, Wurzelstöcken und anderen Attraktionen. Auf auf etwa 2,5 Kilometern müssen ca. 250 Höhenmeter bewältigt werden. Bei dem zweiten Track „handkääs“ in Richtung Kastell Kapersburg handelt es sich um einen Cross Trail. Zu überwinden sind ca. 200 Höhenmeter auf einer Strecke von rund 3,8 Kilometern. Auch hier warten verschiedene Elemente, wellige Sprünge, Anlieger und kleinere Wurzelstöcke auf abenteuerfreudige Mountainbiker.  Eine Zuführung zum Startpunkt der Tracks besteht u.a. vom Naturpark-Parkplatz "Am Wehrholz" in Wehrheim-Pfaffenwiesbach.
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