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Altstadt Kronberg

Kronberg im Taunus
Kron­berg im Tau­nus hat sich über die Jahr­hun­der­te hin­weg an vie­len Stel­len sei­nen his­to­risch ge­wach­se­nen Cha­rak­ter be­wahrt. Die Burg Kron­berg als Kern der Sied­lung, die ma­le­ri­schen Alt­stadt­gas­sen mit ih­ren mit­telal­ter­lich an­mu­ten­den Fach­werk­häu­s­ern: Es ist ein Vergnü­gen, durch die Kron­ber­ger Alt­stadt zu sch­len­dern und in die At­mo­sphä­re der Gas­sen und Gäs­schen, der Trep­pen­ver­bin­dun­gen und Win­kel ein­zu­tau­chen. Dass man da­bei auf Schritt und Tritt der Ge­schich­te - und den Ge­schich­ten - der Stadt be­geg­net, ver­steht sich von selbst. Die Her­ren von Kron­berg er­hiel­ten für die Sied­lung bei der Burg Stadt­rech­te und durf­ten sie um­mau­ern. Res­te der Mau­ern sind noch er­hal­ten, wie auch eins der To­re, das Ei­chen­tor in der Ei­chen­stra­ße. Un­ter der Haus­num­mer 6 fin­det sich hier auch das nach­ge­wie­sen äl­tes­te Kron­ber­ger Fach­werk­haus. Wei­te­re Bau­wer­ke der Her­ren von Kron­berg sind un­ter an­de­rem die ehe­ma­li­gen herr­schaft­li­chen Wohn­ge­bäu­de Hell­hof, das Haus "Drei Rit­ter" (um 1600) und das "Ho­spi­tal" (1609) zur Ver­sor­gung Mit­tel­lo­ser in der Tal­stra­ße 5. Zen­tral liegt die ab 1440 er­bau­te Jo­han­nis­kir­che, mit ein­drucks­vol­len Gr­ab­ma­len de­rer von Kron­berg und dem be­mal­ten höl­zer­nen Ton­nen­ge­wöl­be. Un­mit­tel­bar ne­ben der evan­ge­li­schen Kir­che liegt die "St­reit­kir­che", im 18.Jahr­hun­dert un­ter der Lan­des­herr­schaft der Kur­fürs­ten von Mainz als ka­tho­li­sche Kir­che er­baut, aber nie als sol­che ge­weiht. Eben­falls aus Kur­main­zer Zeit stammt das da­ma­li­ge Amts­ge­bäu­de "Re­cep­tur", des­sen Hof sich hin­ter ei­nem Tor­bo­gen aus dem 16. Jahr­hun­dert öff­net. Im glei­chen Stil wur­de nach dem Stadt­brand von 1780 das Gast­haus "Zum Ad­ler" wie­der­er­baut, der im 19. Jahr­hun­dert den Ma­lern der Kron­ber­ger Künst­ler­ko­lo­nie als An­lauf­s­tel­le di­en­te. Ei­nes der zahl­rei­chen Gast­häu­ser in der Stadt, die da­mals wie heu­te Ein­kehr bie­ten.

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Kronberg im Taunus • 0,04 km
Mu­se­um Kron­ber­ger Ma­ler­ko­lo­nie
In den historischen Räumen im ersten Obergeschoß der sogennanten Streitkirche beleuchten seit 2001 auf 300 qm Ausstellungsfläche zahlreiche Sonderausstellungen im Wechsel mit Präsentationen der stetig wachsenden Sammlung das künstlerische Schaffen der vor rund 150 Jahren entstandenen Künstlerkolonie vom Spätbiedermeier bis zur impressionistischen Freilichtmalerei. Die Stiftung Kronberger Malerkolonie hat es sich zur Aufgabe gemacht, das kulturelle Erbe der ehemaligen Künstlerkolonie Kronberg zu bewahren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Stadt Kronberg ist Mitglied von euroArt - Vereinigung der europäischen Künstlerkolonien. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts hatten Maler des Städelschen Kunstinstitutes in Frankfurt -Lehrer wie Studenten- Kronberg als idyllischen Ort in der Natur entdeckt und hier eine Malerkolonie gegründet. Zu den ersten Malern, die nach Kronberg kamen gehörten Anton Burger und jakob Fürchtegott Dielmann. Insgesamt 60 Künstler arbeiteten über die Jahre hinweg in der Malerkolonie Kronberg, darunter so bekannte Namen wie Wilhelm Trübner, Hans Thoma oder Carl Morgenstern. Philipp Rumpf, Karl Theodor Reiffenstein oder Otto Scholderer sind ebenso zu nennen wie Heinrich Hasselhorst oder Adolf Hoeffler. Mit dem Triumph des Impressionismus in Deutschland löste sich die Künstlerkolonie allmählich auf. Hatte der Zuwachs bereits nach dem Tode Anton Burgers 1905 stark abgenommen, konnte auch die junge Künstlergeneration Nelson G. Kinsley, Philipp Franck und Fritz Wucherer trotz der Aufnahme impressionistischer Tendenzen in ihre Malerei die Kolonie nicht wieder beleben. 1948 starben mit Fritz Wucherer und Emil Rumpf die letzten offiziellen Vertreter der Kronberger Malerkolonie.
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