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Denkmäler

Historie zum Anfassen
Die Dichte beeindruckender Gebäude im Taunus ist hoch. Neben Burgen, Schlössern und Kirchen warten u.a. schmucke Jugendstilgebäude, aufwendig restaurierte Fachwerkbauten und imposante Wehrlanlagen auf Besucher. Viele der Denkmäler in der Region besitzen einen einzigartigen Charakter - und auch einen hohen Bekanntheitsgrad. So ist zum Beispiel das Pfarrhaus in Rod an der Weil das wohl älteste Deutschlands, der Sprudelhof, das Wahrzeichen der Stadt Bad Nauheim, das größte geschlossene Jugendstil-Ensemble Europas. Und das Hundertwasserhaus in Bad Soden ist eines von lediglich einem Dutzend Gebäude in Deutschland, die auf den Künstler zurückgehen (Titelbild: Sprudelhof Bad Nauheim © Taunus Touristik Service e.V.)
Denkmäler
Kronberg im Taunus
Alt­stadt Kron­berg
Kronberg im Taunus hat sich über die Jahrhunderte hinweg an vielen Stellen seinen historisch gewachsenen Charakter bewahrt. Die Burg Kronberg als Kern der Siedlung, die malerischen Altstadtgassen mit ihren mittelalterlich anmutenden Fachwerkhäusern: Es ist ein Vergnügen, durch die Kronberger Altstadt zu schlendern und in die Atmosphäre der Gassen und Gässchen, der Treppenverbindungen und Winkel einzutauchen. Dass man dabei auf Schritt und Tritt der Geschichte - und den Geschichten - der Stadt begegnet, versteht sich von selbst. Die Herren von Kronberg erhielten für die Siedlung bei der Burg Stadtrechte und durften sie ummauern. Reste der Mauern sind noch erhalten, wie auch eins der Tore, das Eichentor in der Eichenstraße. Unter der Hausnummer 6 findet sich hier auch das nachgewiesen älteste Kronberger Fachwerkhaus. Weitere Bauwerke der Herren von Kronberg sind unter anderem die ehemaligen herrschaftlichen Wohngebäude Hellhof, das Haus "Drei Ritter" (um 1600) und das "Hospital" (1609) zur Versorgung Mittelloser in der Talstraße 5. Zentral liegt die ab 1440 erbaute Johanniskirche, mit eindrucksvollen Grabmalen derer von Kronberg und dem bemalten hölzernen Tonnengewölbe. Unmittelbar neben der evangelischen Kirche liegt die "Streitkirche", im 18.Jahrhundert unter der Landesherrschaft der Kurfürsten von Mainz als katholische Kirche erbaut, aber nie als solche geweiht. Ebenfalls aus Kurmainzer Zeit stammt das damalige Amtsgebäude "Receptur", dessen Hof sich hinter einem Torbogen aus dem 16. Jahrhundert öffnet. Im gleichen Stil wurde nach dem Stadtbrand von 1780 das Gasthaus "Zum Adler" wiedererbaut, der im 19. Jahrhundert den Malern der Kronberger Künstlerkolonie als Anlaufstelle diente. Eines der zahlreichen Gasthäuser in der Stadt, die damals wie heute Einkehr bieten.
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