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Burgen & Schlösser

Wo Ritter und Edelleute einst lebten
Wer den Tau­nus be­sucht und sich für sei­ne Ge­schich­te in­ter­es­siert, kommt nicht um­her, sich mit den be­ein­dru­cken­den Bur­gen und Schlös­sern zu be­schäf­ti­gen, die un­weit von "Main­hat­ten" sch­mu­cke Alt­städ­te über­ra­gen, Park­an­la­gen ro­man­ti­sie­ren und für ech­te Land­schaft­s­er­leb­nis­se sor­gen. Die Bur­gen im Tau­nus ge­hö­ren zu den sc­höns­ten im Rhein-Main-Ge­biet. Meist als Rui­nen er­hal­ten bie­ten Sie den Rah­men für span­nen­de Füh­run­gen und hoch­ka­rä­ti­ge Ver­an­stal­tun­gen. Burg Kö­n­ig­stein ge­hört zu den größ­ten Burg­rui­nen Deut­sch­lands. Vom Berg­fried der Burg in Kron­berg so­wie vom Wei­ßen Turm des Land­gra­fen­sch­los­ses in Bad Hom­burg ge­nießt man ei­nen spek­ta­ku­lä­ren Blick auf die Sky­li­ne von Frank­furt am Main. Die hin­ter den al­ten Mau­ern un­ter­ge­brach­ten Mu­se­en ge­wäh­ren mit ih­ren lie­be­voll auf­be­rei­te­ten In­hal­ten span­nen­de Ein­bli­cke in die Zeit der Rit­ter und Edel­leu­te (Ti­tel­bild: Re­si­denz­sch­loss Id­stein).
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Usingen
Sch­loss Krans­berg
Nur wenige Kilometer entfernt von den Städten Usingen, Bad Homburg und Frankfurt liegt Schloss Kransberg, idyllisch eingerahmt von den sanften Hängen des Taunus. Die Vergangenheit von Schloss Kransberg: Die Staufer bauten die Burg als eine der ersten Steinburgen im Jahre 1170 zur Verteidigung. Erstmalig in 1250 urkundlich erwähnt, wurde die Burg unter wechselnden Besitzern mehrmals umgebaut. Die komplette Herrschaft Cransberg wurde 1654 von der Familie von Bassenheim gekauft. Im weiteren Verlauf verkam die Burg aufgrund von Geldmangel. 1866 gelangte die Burg in preußischen Besitz, nachdem sie von der Familie von Bassenheim verkauft wurde. Danach erwarb Baron von Biegeleben das Anwesen und baute die Burg um 1874 zu einem Schloss im neugotischen Stil aus. Zum Schloss gehört eine kleine Kapelle. Dort befindet sich die Familiengruft der Familie von Biegeleben. Von 1926 bis zur Enteignung 1939 war Emma von Scheidlein Eigentümerin des Schlosses. Danach wurde das Schloss für eine militärische Nutzung im Auftrag von Albert Speer umgebaut, Soldaten wurden dort rehabilitiert. Gleichzeitig diente Schloss Kransberg auch als Zweigstelle des Führerhauptquartiers „Adlerhorst“ in Ziegenberg/Wiesental, welches SS-Führer Heinrich Himmler und dem Befehlshaber der Luftwaffe, Herrmann Göring, als Hauptquartier diente. Vor diesem Hintergrund wurde unter dem Schloss eine Bunkeranlage installiert. Eine amerikanische Kampftruppe besetzte 1945 Kransberg und befreite die russischen und französischen Kriegsgefangenen auf Schloss Kransberg. Danach wurde das Schloss als Vernehmungszentrum „Dustbin“ eingerichtet. Albert Speer, der hier einsaß, gehörte auch zu den Vernommenen. 1956 zog eine Dienstelle des BNDs ein, später Teile der deutschen Luftwaffe und der amerikanischen Armee. Ein amerikanischer Kommandostand für einen evtl. Angriff der Ostblockstaaten wurde in den Bunkeranlagen eingerichtet. Zivil genutzt wird die Schlossanlage seit Ende der 1970er Jahre.
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Königstein im Taunus
Burg­rui­ne Kö­n­ig­stein
Die ältesten sichtbaren Mauerteile von Burg Königstein stammen aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Sie stehen im „Fischgrätmauerwerk“ im Süden und Westen der Befestigungsanlage. Die Burg wurde vermutlich im 11. Jahrhundert zur Sicherung der wichtigen Reichstraße Frankfurt - Köln erbaut. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg immer wieder umgestaltet und ausgebaut. Die Herren von Falkenstein (1255-1418) errichteten beispielsweise die unteren Geschosse des Burgturms und den Palas. Im Reichskrieg 1364 wurde die stark beschädigte Burg zur Residenz ausgebaut (durch die späteren Grafen von Eppstein). Zu ihren Baumaßnahmen gehörten u.a. die Gewölbeküche, der Sternensaal und die Burgkirche. Aufgrund der Zerstörung durch die Franzosen Ende des 18. Jahrhunderts erscheint die Burg heute als Ruine. Die zweitgrößte Festungsruine Deutschlands bietet ein großartiges Panorama mit Blick über die Rhein-Main-Ebene und in die Taunuswälder. Seit September 2015 ziert eine sogenannte Stauferstele den Innenhof der impasanten Anlage. Stauferstelen sind oktogonale Gedenksteine, die im Rahmen eines Projekts des Komitees der Stauferfreunde "an Europas herausragendsten Stauferstätten" installiert wurden. Jedes Jahr an Christi Himmelfahrt findet das große Königsteiner Ritterturnier auf der Burganlage statt. Das Burgfest mit Umzug wird 2017 vom 23. bis 25. Juni gefeiert. Geführte Touren: Burgführungen mit dem Minnesänger Cuno von Königstein oder anderen erfahrenen Stadtführern können Sie über die Kur- und Stadtinformation buchen.
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