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Christian Deutschmann - Frontwheeldrive

Bad Homburg v.d. Höhe,
„Wie auch seine Bilder hat auch der Titel mehr als nur eine Ebene. ‚Frontwheeldrive‘ ist doppelbödig. Mindestens. Neben den gegenständlichen Bildern hat Deutschmann auch einige Gefühlsbilder geschaffen. Als Mensch, der Farben hören, Worte schmecken und Gefühle visualisieren kann - Deutschmann ist Synästhet - hat die Auseinandersetzung mit den Fotografien und seinen eigenen Arbeiten verschiedene Gefühle in ihm ausgelöst. Ekel zum Beispiel. Gleichzeitig hat er auf dargestellte Gefühle Bezug genommen, etwa auf die Gier. Diese farbenfrohen Bilder komplettieren die Ausstellung.“ (Süddeutsche Zeitung 14. April 2018) Ausgangspunkt meiner Arbeit ist der Fund von Zeitschriften aus den Zwanziger- und Dreißigerjahren des letzten Jahrhunderts. Diese fielen mir zufällig bei einer Haussanierung in München in die Hände. Ein Objet Trouvé, das Vergangenheit erzählt und zu gefühlter Gegenwart werden lässt. Der Begriff der modernen Gesellschaft wird in dieser Zeit in fundamentalem Widerspruch geprägt. Die Frage nach den Gefühlen, den Gedanken, nach der politischen Haltung der Menschen dieser Zeit und deren Entscheidungen drängt zum Vergleich. Jeder einzelne von uns hat Teil an dem Gesichtsausdruck der Gesellschaft in der er lebt. (Christian Deutschmann 2018)

Veranstaltungsort

StadtBibliothek
Dorotheenstraße 24
61348 Bad Homburg v.d. Höhe

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Kirchen
Bad Homburg v.d. Höhe • 0,22 km
Evan­ge­li­sche Er­lö­ser­kir­che
Geschichte: Die Erlöserkirche wurde am 17.05.1908 in einem großen Festakt in Anwesenheit des Kaiserpaares Wilhelm II. und Auguste Victoria sowie der Repräsentanten der Stadt, des Landkreises und der Provinzverwaltung unter großer Beteiligung der Homburger Bürgerschaft feierlich eingeweiht. Der Umstand, dass Bad Homburg eine weltbekannte Kurstadt und später kaiserliche Sommerresidenz geworden war, prägte den Zuschnitt der neuen Stadtkirche. Mit der Kaiserin Auguste Victoria als offizieller Patronin und ihrem Kammerherrn Freiherr von Mirbach als Regisseur des Bauprojektes wurde die Erlöserkirche ein wilhelminischer Programmbau, bei dem jedes Detail als Teil eines Gesamtkunstwerkes geplant und ausgeführt wurde. Entworfen in freiester Anlehnung an die schönen Vorbilder deutscher, französischer und italienischer romanisch-mittelalterlicher Kunst, so der Berliner Geheime Baurat Franz Schwechten, nimmt die Kirche in ihrer äußeren Gestalt mit den rautenbehelmten Türmen Motive aus rheinischen Landen auf, während im Inneren die Bezugnahme auf die Hagia Sophia und orthodoxe Traditionen unübersehbar ist. Das Bildprogramm der Kirche erzählt ihrem Namen entsprechend vom Erlöser. So Simeon auf dem Mittelpfeiler der Eingangsportale (Meine Augen haben deinen Heiland gesehen), so das Gleichnis von den klugen und den törichten Jungfrauen im Portalbogen, die Hinweise auf das jüngste Gericht in den Arkadenbändern, das himmlische Jerusalem über dem Simeonskopf und die himmlische Gemeinschaft mit Christus im Tympanon. Im Innenbereich entfaltet sich das Erlösermotiv in herausragender Weise im Christus- Mosaik in der Apsis-Kuppel. Steht in protestantischen Kirchen üblicherweise Christus als Gekreuzigter im Vordergrund, so ist hier in Anlehnung an orthodoxe Traditionen Christus als Auferstandener und Weltenerlöser im Mittelpunkt. Das biblische Thema Erlösung – Erlöser hat zugleich eine symbolische Bedeutung für den kaiserlichen Bauherrn im Hintergrund. Indem das Portal auf die Kirche St. Trophime in Arles anspielt und das Christus-Mosaik ikonographisch auf Kirchen in Sizilien verweist, werden Lebensspuren des Kaisers Barbarossa aufgenommen. In dieser Linie will sich Wilhelm II. sehen. Und mehr noch: Erlöserkirchen mit hervorgehobenem Kreuzeszeichen – hier: das Lichtkreuz an der höchsten Stelle in der Kuppel – verweisen auf den römischen Kaiser Konstantin (um 300 n. Chr): wie dieser, so wollte auch Wilhelm II. als Schutzherr der Christenheit angesehen werden. Besonderheiten: Kirchenführungen finden sonntags jeweils um 11:30 Uhr und 15:00 Uhr statt.
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