Wetter und Klima sind Einflüsse der Natur, die positiv auf die Regulationsmechanismen des menschlichen Körpers einwirken. In unserem modernen Leben schirmen wir uns jedoch meist vor diesen gesunden Reizen ab und werden dadurch empfindlich und anfällig für Krankheiten. Um die Abwehrkräfte des Körpers zu trainieren, sollten wir uns möglichst oft im Freien aufhalten und den Körper bewusst dem Klima aussetzen. Der Heilklima-Park Hochtaunus ist dafür ideal. Er birgt ein System von speziell ausgemessenen Wegen mit variablen und unterschiedlichen klimatischen Bedingungen, die in der Rubrik Heilklima-Park Hochtaunus genau beschrieben sind. Suchen Sie sich die Wege heraus, die zu Ihrer körperlichen Konstitution und zum aktuellen Klima passen.

Um mehr über das spannende Thema des Heilklima-Wanderns zu erfahren, haben wir uns mit einem Experten auf dem Gebiet unterhalten.

Christian Bandy von der Kur- und Stadtinformation in Königstein ist ausgebildeter Heilklimatherapeut und hat uns Rede und Antwort gestanden, was das Heilklimawandern zu einem so außergewöhnlichen Erlebnis macht

© Heiko Rhode

Was macht das Heilklima-Wandern so besonders?

Christian Bandy: Wandern ist ja per se eine tolle Freizeitaktivität: Man ist an der frischen Luft, tankt Sauerstoff und Sonnenlicht und hält seinen Bewegungsapparat auf Trab. Optimalerweise lässt man dabei auch den Alltag hinter sich und „schaltet ab“. Ein positiver Effekt in jeder Hinsicht.

Mit dem Heilklima-Wandern lässt sich dieser Effekt sogar noch verstärken – wenn man ein bisschen sportlicher unterwegs ist, bevorzugt auf wechselnden Höhenlagen. Hier wird man dann mit Temperaturunterschieden konfrontiert, auf die der Organismus reagiert: Die Umwelt reizt den Körper und der passt sich an.
Heilklima-Wandern ist eine Wandervariante, um gezielt fit zu bleiben oder die Fitness zu steigern. Es eignet sich für gesunde Untrainierte, Übergewichtige und Senioren. Es lässt auch therapeutisch anwenden, bspw. für Personen mit Herzerkrankungen, Arteriosklerose, Diabetes oder Bluthochdruck – um einige Indikationen beispielhaft zu nennen.

© Heiko Rhode
Wem empfehlen Sie eine Wanderung durch den Heilklima-Park Hochtaunus?

Christian Bandy: Wer gezielt Heilklima-Wandern möchte, benötigt eine Umgebung, die alles bereithält, was man braucht: gute Luft, verschiedene Höhenlagen und Wanderwege, die dorthin führen. Der Heilklima-Park Hochtaunus ist dafür wie geschaffen. Seine Lage am bewaldeten Südhang gewährt beste Luftqualität. Auf seinem Areal von 20 km² gibt es leistungsphysiologisch und bioklimatologisch vermessene Wanderwege mit Längen von 2 bis 13 km; darunter Wege mit nur geringen, aber auch solche mit bis zu 400 Metern Höhenunterschied.

Den Heilklima-Park empfehlen wir aber nicht nur zum Heilklima-Wandern. Letztlich ist er bestes Wandergebiet für alle und hält neben den Heilklima-Wegen eine Vielzahl weiterer Wege, gediegene Forstwege wie naturnahe Pfade, bereit. Er bietet auch mystische Orte, beeindruckende Naturmonumente, unvergessliche Aussichten und Millionenjahre alte Felsformationen.

Welche Voraussetzungen braucht man, um im Heilklimapark Hochtaunus zu wandern?

Christian Bandy: Es gilt das Übliche: Festes Schuhwerk und robuste Kleidung. Nordic-Walking-Stöcke schaden nicht. Etwas zu Trinken und Essen dabei zu haben auch nicht. Spezieller wird es bei der Bekleidungsfrage: Um bei „Überhitzung“ auch mal ein Stück Kleidung ablegen zu können, ohne gleich wieder zu frieren, sollte man das „Prinzip Zwiebel“ erwägen. Damit ist auch gewährleistet, dass die natürlichen Umweltreize noch auf unseren Organismus wirken können. Wem es zu Beginn des Heilklima-Wanderns leicht fröstelt, startet optimal.
Menschen, die sich auf ärztlichen Rat, mit gesundheitlichen Gebrechen oder arg untrainiert dem Heilklima-Wandern zuwenden, können – um auf „Nummer sicher“ zu gehen – das persönliche Leistungsvermögen von Ihrem Arzt feststellen lassen.

Was ist der Vorteil an einer Geführten Wanderung?

Christian Bandy: In den Heilklimatischen Kurorten bieten oftmals speziell ausgebildete Heilklima-Therapeutinnen oder -therapeuten geführtes Heilklima-Wandern an. So auch die Kur- und Stadtinformation der Stadt Königstein im Taunus: Wer an einer geführten Heilklima-Wanderung teilnimmt erfährt, worauf es dabei ankommt. Es gibt Tipps, die man gleich praktisch anwenden kann und in der Regel werden Übungen, bspw. zur Mobilisierung, Kräftigung und Dehnung sowie Atemübungen durchgeführt. Um festzustellen, ob die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon an ihre Leistungsgrenze gestoßen sind oder ob sie „noch eine Schippe drauflegen“ sollten, werden Pulsmessungen durchgeführt.
Ein nicht unerheblicher Aspekt ist das Gesellige und dass die kundige Leitung nicht nur Hilfestellung gibt, sondern auch etwas über die Landschaft erzählen oder besonders schöne Plätze mit tollen An- oder Aussichten ansteuern kann – das Auge wandert schließlich mit.

© Heiko Rhode

Um festzustellen, ob die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon an ihre Leistungsgrenze gestoßen sind oder ob sie „noch eine Schippe drauflegen“ sollten, werden Pulsmessungen durchgeführt.

Ein nicht unerheblicher Aspekt ist das Gesellige und dass die kundige Leitung nicht nur Hilfestellung gibt, sondern auch etwas über die Landschaft erzählen oder besonders schöne Plätze mit tollen An- oder Aussichten ansteuern kann – das Auge wandert schließlich mit.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben unsere Fragen zum Heilklimawandern so ausführlich zu beantworten.
© Heiko Rhode

Wer jetzt Lust bekommen hat den Heilklimapark Hochtaunus zu erkunden, der findet hier alle Infos zu den Einstiegsportalen und den einzelnen Wegen.

 

 
© Heiko Rhode

Die Autorin

Leonie Maibach

Seit 15 Jahren ist Leonie Teil des Taunus Touristik Service. Als "Wehrheimer Määdsche" ist sie zwischen römischen Zeitzeugnissen und Apfelbäumen groß geworden. Die meisten Sehenswürdigkeiten kennt sie seit Kindertagen. Die Begeisterung für diese gibt sie heute an ihre eigenen Kinder weiter.

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