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Evangelische Waldenserkirche Dornholzhausen

Bad Homburg v.d. Höhe
Ge­schich­te:
1724 wur­de die klei­ne Wal­den­s­er­kir­che in Dorn­holz­hau­sen ein­ge­weiht, die Mit­tel­punkt des Ge­mein­de­le­bens wur­de für die 200 Glau­bens­flücht­lin­ge, die 1699 aus dem Pie­mont ge­kom­men wa­ren und de­nen Land­graf Fried­rich II. hier Wohn­recht zu­ge­bil­ligt hat­te. Wal­den­ser sind ei­ne der äl­tes­ten vor­re­for­ma­to­ri­schen Lai­en­be­we­gun­gen. Ihr Na­me geht zu­rück auf den Kauf­mann Val­des, der 1176 in Ly­on als Laie be­gann, das Evan­ge­li­um zu pre­di­gen und Tei­le der Bi­bel in die Volks­spra­che über­set­zen ließ. Die bald als Ket­zer ver­folg­ten Wal­den­ser sam­mel­ten sich in schwer zu­gäng­li­chen Al­pen­tä­lern des Pie­mont, von wo 1698 et­wa 3000 Per­so­nen mit sie­ben Pfar­rern über Genf nach Deut­sch­land zo­gen, dar­un­ter auch die Grup­pe, die in Hom­burg um Zu­flucht bat. In der Kir­che er­in­nert da­ran noch heu­te das Mo­tiv der Frie­den­stau­be Noahs auf der Kan­zel und der Satz "Je trouve ici mon asi­le" (hier fin­de ich mei­ne Zu­flucht), wo­mit die Wal­den­ser ih­rer Dank­bar­keit und Hoff­nung Aus­druck ver­lie­hen. Er­hal­ten hat sich auch ei­ne Bi­bel aus dem Jahr 1563, wel­che die Wal­den­ser auf ih­rer Flucht über die Al­pen bei sich hat­ten. In Dorn­holz­hau­sen wur­de noch bis zum En­de des 19. Jahr­hun­derts häu­fig Fran­zö­sisch ge­spro­chen.

Öffnungszeiten

Gottesdienst sonntags 10:00 Uhr

Adresse

Dornholzhäuser Straße 12
61350 Bad Homburg v.d. Höhe

Kontakt

Evangelische Waldenser-Kirchengemeinde

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Land­gräf­li­che Gär­ten - Klei­ner Tan­nen­wald
Die landgräfliche Gartenlandschaft Bad Homburg Landgraf Friedrich V. Ludwig (1728-1820) und seine Frau Caroline (1746-1821) ließen 1770 den barocken Schlosspark in einen Landschaftsgarten umgestalten, die Tannenwald-Allee anlegen und mit Säulenpappeln bepflanzen. Zielpunkt der Allee war der Große Tannenwald, der der Allee den Namen gab. Entlang dieser Allee schenkte Friedrich V. Ludwig seinen fünf Söhnen Grundstücke. So entstanden der spätere Englische Garten (des ältesten Sohnes Friedrich, dem späteren Friedrich VI. Josef), der Louis-Garten, der Ferdinands-Garten, Gustavs-Garten und der Philipps-Garten. Für seine Frau Caroline legte Friedrich V. Ludwig den etwas abseits gelegenen kleinen Tannenwald in anglo-chinesischen Stil an. Diese Gärten bilden in ihrer Gesamtheit die Landgräfliche Gartenlandschaft Bad Homburg. Übersicht über die Gartenlandschaft Bad Homburg 01. Schlossgarten 02. Englischer Garten 03. Louisgarten 04. Gustavgarten 05. Kleiner Tannenwald 06. Ferdinandgarten 07. Philippsgarten 08. Großer Tannenwald 09. Forstgarten 10. Hirschgarten 11. Tannenwaldallee 12. Elisabethenschneise Besonderheiten: Am eindrucksvollsten ist ein Spaziergang vom Schloss Bad Homburg durch die Tannenwaldallee Richtung Taunus bis zum Hirschgarten, mit Unterbrechung am Gotischen Haus. Hier befindet sich das Stadtmuseum und ein kleines Café. Den Kleinen Tannenwald, der in den letzten Jahren aufwändig rekonstruiert wurde, findet man dann gleich zu Beginn der Strecke am Ende der von der Tannenwaldallee abzweigenden Kreuzallee.
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