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Limes-Rundweg Hohenstein

Hohenstein
Von den 550 Kilometern des Obergermanisch-Raetischen Limes mit seinen rund 900 Wachttürmen und 120 größeren und kleineren Kastellen kann man auf dem Gebiet der Gemeinde Hohenstein auf etwa sechs Kilometern zum Teil recht gut erhaltene, eindrucksvolle Reste des so genannten Pfahlgrabens mit Turmstellen erkennen. Von den insgesamt acht Wachtturmstellen auf dem Hohensteiner Limesabschnitt sind sechs Turmreste sichtbar.Der gut 5,5 km lange Limes-Rundweg macht den Limes in Hohenstein erlebbar. Der Wanderweg beginnt am Parkplatz "sechsarmiger Stock" und führt in der Folge an sieben bebilderten Informationstafeln in den Ortsteilen Breithardt, Steckenroth und Born vorbei.Der Wanderweg führt zu den Wachtposten 3/4, 3/4*, 3/5*, 3/5 und 3/6 an der älteren und jüngeren Limeslinie. Entlang einer landschaftlich abwechslungsreichen Strecke durch den Untertaunus, die an einigen Stellen als schmaler Pfad belassen ist, können die Informationen über die Bauten am Limes und das Leben der römischen Soldaten an der Grenze in Deutsch, Englisch und Französisch abgerufen werden.

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Gemeinde Hohenstein
Jens Reisjzer

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Hohenstein • 3,63 km
Li­mes­in­for­ma­ti­ons­zen­trum
Im Hofgut Georgenthal befindet sich das Limesinformationszentrum für den Rheingau-Taunus-Kreis ("Limes im Hofgut" – Regionalmuseum Rheingau-Taunus). Das Museum informiert Besucher mit Hilfe von Bildern, Plänen und Texten über die Strecke des Obergermanisch-Raetischen Limes durch den Untertaunus. Ausgestellt sind auch einmalige Originalfundstücke aus der Römerzeit. Der Limes durchzieht den Rheingau-Taunus-Kreis auf einer Länge von rund 42 km. Im Verlauf dieser Strecke durchläuft er nicht nur die Gemarkung der Gemeinde Hohenstein, sondern auch die Kommunen Heidenrod, Bad Schwalbach, Taunusstein, Hünstetten, Idstein und Niedernhausen. Insgesamt sechs Kastelle und 51 Wachtürme sind für den Abschnitt des Grenzwalls durch den Rheingau-Taunus-Kreis nachgewiesen. In Hohenstein befinden sich Spuren des Limes im Gebiet der Ortsteile Breithardt, Born und Steckenroth. Auf einer Strecke von rund 5 km kreuzt der mächtige Grenzwall zahlreiche Höhenrücken und kleine Wasserläufe. Insgesamt acht römische Turmstellen wurden in Hohenstein nachgewiesen. Nördlich des Ortsteils Born zeigt die antike Grenze zudem eine Besonderheit: auf einer Länge von rund 300 Metern verläuft am steilen Hang eine bis zu vier Meter hohe Geländekante. Dort konnten die römischen Grenztruppen aufgrund der Hangneigung vermutlich keinen Graben ausheben und schufen als Annäherungshindernis einen wandartig aufsteigenden Absatz. Neben dem Limesinformationszentrum für den Rheingau-Taunus-Kreis machen z.B. zwei Wanderwege das römische Erbe in Hohenstein erlebbar: der 5,5 km lange „Limesrundweg Georgenthal“ mit sieben Tafeln sowie der mit neun Tafeln ausgestattete "Limesrundweg Hohenstein" (5 km). Ausgangspunkt für beide Wanderungen ist der Parkplatz „Sechsarmiger Stock“ an der Straße zwischen den Breithardt und Born.
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Galerien & Museen
Burgen & Schlösser
Hohenstein • 4,13 km
Burg Ho­hen­stein
Burg Hohenstein ist eine der größten und schönsten Burgruinen der Region. Seit der hessischen Gebietsreform ist die Burg Namensgeberin für die Gemeinde "Hohenstein". Das imposante Bauwerk liegt reizvoll über der waldreichen Mittelgebirgslandschaft des Untertaunus im wohl schönsten Abschnitt des Aartals. Das trutzige Gemäuer wurde 1190 von den Grafen von Katzenelnbogen erbaut und 1422 durch Johann III. erweitert. 1604 erfolgte die Ausbesserung und Verstärkung der Befestigungsanlagen durch Moritz den Gelehrten. Im 30-jährigen Krieg wurde Burg Hohenstein zerstört, ein Wiederaufbau durch Landgraf Ernst nach Kriegsende scheiterte. Burg Hohenstein ist der geschichtlich bedeutendste Ort und gleichzeitig das Wahrzeichen der Gemeinde Hohenstein. Jedes Jahr zur Spielzeit der Taunusbühne Bad Schwalbach wird der Burghof der Ruine zur Kulisse der Burgfestspiele. Von April bis September kann die Burg bei freiem Eintritt besichtigt werden. Zugänglich ist dabei auch der Bergfried der Burg, von dem man einen tollen Ausblick über das Unterdorf von Burg-Hohenstein sowie das ehemalige Bahnhofgebäude der Taunusgemeinde und die Gustav-Adolf-Kirche aus dem Jahr 1884 hat. Infotafeln im Eingangsbereich informieren Besucher über die bewegte Vergangenheit der Burg. Der BUND Hohenstein bietet jeweils am ersten Sonntag im Monat auf Burg Hohenstein an. Beginn ist jeweils um 11:00 Uhr, für Erwachsene kostet die Teilnahme 5,00 €. Führungen innerhalb der Öffnungszeiten können unter der Telefonnummer (0 61 20) 14 92 oder per E-Mail an werdie@gmx.net vereinbart werden. Die Führungen beinhalten die geschichtliche Entwicklung der Burg Hohenstein und die anschauliche Beschreibung der heutigen Ruine unter Berücksichtigung der Geologie und der dort lebenden Flora und Fauna.
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