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Museum Kronberger Malerkolonie

Kronberg im Taunus
Die Stif­tung Kron­ber­ger Ma­ler­ko­lo­nie hat es sich zur Auf­ga­be ge­macht, das kul­tu­rel­le Er­be der ehe­ma­li­gen Künst­ler­ko­lo­nie Kron­berg zu be­wah­ren und ei­ner brei­ten Öf­f­ent­lich­keit zu­gäng­lich zu ma­chen. Zahl­rei­che Son­der­aus­stel­lun­gen im Wech­sel mit Prä­sen­ta­tio­nen der ste­tig wach­sen­den Samm­lung prä­sen­tie­ren das künst­le­ri­sche Schaf­fen der vor rund 150 Jah­ren ent­stan­de­nen Künst­ler­ko­lo­nie vom Spät­bie­der­mei­er bis zur im­pres­sio­nis­ti­schen Frei­licht­ma­le­rei. Die Stadt Kron­berg ist Mit­g­lied von eu­roArt - Ve­r­ei­ni­gung der eu­ro­päi­schen Künst­ler­ko­lo­ni­en.Um die Mit­te des 19. Jahr­hun­derts hat­ten Ma­ler des Stä­d­el­schen Kun­s­t­in­sti­tu­tes in Frank­furt -Leh­rer wie Stu­den­ten- Kron­berg als idyl­li­schen Ort in der Na­tur ent­deckt und hier ei­ne Ma­ler­ko­lo­nie ge­grün­det. Zu den ers­ten Ma­lern, die nach Kron­berg ka­men ge­hör­ten An­ton Bur­ger und ja­kob Fürch­te­gott Diel­mann. Ins­ge­s­amt 60 Künst­ler ar­bei­te­ten über die Jah­re hin­weg in der Ma­ler­ko­lo­nie Kron­berg, dar­un­ter so be­kann­te Na­men wie Wil­helm Tr­üb­ner, Hans Tho­ma oder Carl Mor­gens­tern. Phi­l­ipp Rumpf, Karl Theo­dor Reif­fen­stein oder Ot­to Schol­de­rer sind eben­so zu nen­nen wie Hein­rich Has­sel­horst oder Adolf Ho­ef­f­ler.
Mit dem Tri­umph des Im­pres­sio­nis­mus in Deut­sch­land lös­te sich die Künst­ler­ko­lo­nie all­mäh­lich auf. Hat­te der Zu­wachs be­reits nach dem To­de An­ton Bur­gers 1905 stark ab­ge­nom­men, konn­te auch die jun­ge Künst­ler­ge­ne­ra­ti­on Nel­son G. Kins­ley, Phi­l­ipp Franck und Fritz Wu­che­rer trotz der Auf­nah­me im­pres­sio­nis­ti­scher Ten­den­zen in ih­re Ma­le­rei die Ko­lo­nie nicht wie­der be­le­ben. 1948 star­ben mit Fritz Wu­che­rer und Emil Rumpf die letz­ten of­fi­zi­el­len Ver­t­re­ter der Kron­ber­ger Ma­ler­ko­lo­nie.

Öffnungszeiten

Zur Zeit wegen Umzugs geschlossen. Wiedereröffnung im Frühjahr 2018 in den neuen Räumen im Kulturhaus "Villa Winter"

Adresse

Heinrich Winter-Str. 4A
61476 Kronberg im Taunus

Kontakt

Museum Kronberger Malerkolonie
Dr. Ingrid Ehrhardt

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Kronberg im Taunus • 0,04 km
Alt­stadt Kron­berg
Kronberg im Taunus hat sich über die Jahrhunderte hinweg an vielen Stellen seinen historisch gewachsenen Charakter bewahrt. Die Burg Kronberg als Kern der Siedlung, die malerischen Altstadtgassen mit ihren mittelalterlich anmutenden Fachwerkhäusern: Es ist ein Vergnügen, durch die Kronberger Altstadt zu schlendern und in die Atmosphäre der Gassen und Gässchen, der Treppenverbindungen und Winkel einzutauchen. Dass man dabei auf Schritt und Tritt der Geschichte - und den Geschichten - der Stadt begegnet, versteht sich von selbst. Die Herren von Kronberg erhielten für die Siedlung bei der Burg Stadtrechte und durften sie ummauern. Reste der Mauern sind noch erhalten, wie auch eins der Tore, das Eichentor in der Eichenstraße. Unter der Hausnummer 6 findet sich hier auch das nachgewiesen älteste Kronberger Fachwerkhaus. Weitere Bauwerke der Herren von Kronberg sind unter anderem die ehemaligen herrschaftlichen Wohngebäude Hellhof, das Haus "Drei Ritter" (um 1600) und das "Hospital" (1609) zur Versorgung Mittelloser in der Talstraße 5. Zentral liegt die ab 1440 erbaute Johanniskirche, mit eindrucksvollen Grabmalen derer von Kronberg und dem bemalten hölzernen Tonnengewölbe. Unmittelbar neben der evangelischen Kirche liegt die "Streitkirche", im 18.Jahrhundert unter der Landesherrschaft der Kurfürsten von Mainz als katholische Kirche erbaut, aber nie als solche geweiht. Ebenfalls aus Kurmainzer Zeit stammt das damalige Amtsgebäude "Receptur", dessen Hof sich hinter einem Torbogen aus dem 16. Jahrhundert öffnet. Im gleichen Stil wurde nach dem Stadtbrand von 1780 das Gasthaus "Zum Adler" wiedererbaut, der im 19. Jahrhundert den Malern der Kronberger Künstlerkolonie als Anlaufstelle diente. Eines der zahlreichen Gasthäuser in der Stadt, die damals wie heute Einkehr bieten.
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