Sie befinden sich hier:

In Eppstein steht der Bahnhof des Jahres 2018

veröffentlicht am 26.09.2018
Die Al­lianz pro Schie­ne e.V. hat den Bahn­hof der Burg­stadt Epp­stein kürz­lich zum „Bahn­hof des Jah­res 2018" ge­kürt. Der Ver­band, der seit 2004 den bes­ten Bahn­hof aus Kun­den­sicht aus­zeich­net, er­hebt das Ge­bäu­de so­mit zu den sc­höns­ten Bahn­hö­fen der Re­pu­b­lik. In die Be­wer­tung ein­ge­gan­gen sind u.a. der Kom­fort, die an­ge­bo­ten Ser­vice­leis­tun­gen, die An­bin­dung an den öf­f­ent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr so­wie das Am­bi­en­te. Ne­ben Epp­stein ge­wann auch das west­fä­li­sche Win­ter­berg die Aus­zeich­nung.

Der Epp­stei­ner Stadt­bahn­hof mit sei­nem sch­mu­cken Bahn­hofs­ge­bäu­de und dem ein­la­den­den Um­feld hat nach über 10 Jah­ren Um­bau­pha­se heu­te je­de Men­ge zu bie­ten. Nach und nach wur­de aus dem we­nig at­trak­ti­ven, abends fast un­heim­li­chen Ort oh­ne Au­f­ent­halts­qua­li­tät ein be­leb­ter Treff­punkt und ei­ne sch­mu­cke Vi­si­ten­kar­te der Stadt Epp­stein. Die Ju­ry von Al­lianz pro Schie­ne adelt den Ver­kehrs­k­no­ten­punkt am Ran­de der Alt­stadt: "Das his­to­ri­sche Bahn­hofs­ge­bäu­de von Epp­stein fügt sich nach der lie­be­vol­len Sa­nie­rung vor­bild­lich ins Stadt­bild: Aus grau­em Sand­stein ge­fer­tigt und bis auf die Grund­fes­ten er­neu­ert ist der Bahn­hof Epp­stein heu­te ei­ne zen­tra­le An­lauf­s­tel­le für Bür­ger, Aus­flüg­ler und Pend­ler glei­cher­ma­ßen ge­wor­den. Mo­der­ne Ein­sp­reng­sel, wie die Glas­ter­ras­se des Re­stau­rants oder der Glas­an­bau an der Rück­sei­te ge­ra­ten nir­gend­wo in Kon­f­likt mit dem Sinn für ge­leb­ten Denk­mal­schutz. Die Epp­stei­ner Bür­ger­schaft hat sich hier ei­ne Per­le in­mit­ten der Me­tro­pol­re­gi­on Frank­furt ge­schaf­fen. So­gar der Ort­s­un­kun­di­ge merkt sch­nell, dass die­ser Bahn­hof an­ders tickt als zahl­lo­se an­de­re im Um­kreis. (...) das In­nen­le­ben die­ses Bahn­hofs ist mit neu­en Auf­ga­ben ge­füllt. Wäh­rend der Rei­sen­de im Bahn­hof na­tür­lich wie übe­rall sei­ne Fahr­kar­te kau­fen kann, ist das ge­räu­mi­ge Büro hin­ter dem Fahr­kar­ten­schal­ter ganz zum Bür­ger­amt mu­tiert: Vom Per­so­nal­aus­weis bis zur Um­mel­dung kann der Epp­stei­ner hier al­le sei­ne Be­hör­den­gän­ge tä­ti­gen, be­vor er die S-Bahn nach Frank­furt be­s­teigt."

Die Neu­ge­stal­tung des Epp­stei­ner Bahn­ho­fes be­gann im Jahr 2005. Be­reits zwei Jah­re spä­ter hat­te das Bahn­hofs­ge­bäu­de wie­der ein re­prä­sen­ta­ti­ves Emp­fangs­ge­bäu­de mit tro­cke­nem und im Win­ter war­men War­te­be­reich so­wie mit dem Bür­ger­Büro ei­nen per­so­nen­be­di­en­ten Ser­vice­cen­ter. We­nig spä­ter sorg­te die Wun­der­bar Wei­te Welt mit ei­nem aus­ge­feil­ten ga­s­tro­no­mi­schen Kon­zept und at­trak­ti­ven Ver­an­stal­tun­gen für zu­sätz­li­che An­zie­hung.

Nach der Sa­nie­rung des 1903 er­rich­ten Bahn­hofs­ge­bäu­des folg­te das Um­feld. Ein neu­er Tun­nel wur­de ge­baut, es folg­ten die Ver­schwen­kung sämt­li­cher Glei­se, der Um­bau der Bahn­s­tei­ge und der Aus­bau ei­nes gro­ßen Park & Ri­de-Park­plat­zes mit An­knüp­fung an Bus­li­ni­en und das Rad­we­ge­netz. 2016 konn­te der Um­bau des Epp­stei­ner Bahn­hofs er­folg­reich ab­ge­sch­los­sen wer­de. 

Der Epp­stei­ner Bahn­hof mar­kiert Start und Ziel des 7,5 Ki­lo­me­ter lan­gen Pan­ora­ma­we­ges, auf dem Sie die Burg­stadt bei ei­nem ste­ti­gen Auf und Ab er­le­ben kön­nen. Auch der 21 km lan­ge Ri­chard-Hof­man-Weg durch al­le Stadt­tei­le Epp­steins star­tet und en­det hier. Und sch­ließ­lich füh­ren auch der Eu­ro­päi­sche Fern­wan­der­weg E3 und und der Tau­nus Schin­der­han­nes Steig (Qua­li­täts­weg des Deut­schen Wan­der­ver­ban­des) in der Nähe des Bahn­hofs vor­bei.