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Besucherrekord im Hessenpark

veröffentlicht am 06.01.2019
Freude in Neu-Anspach: Das Freilichtmuseum Hessenpark kann zum fünften Mal in Folge einen Besucheranstieg verbuchen! Im Jahr 2018 fanden genau 246.691 Besucher ihren Weg in den Hessenpark - so viele wie nie zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr mit 244.318 Gästen bedeutet das einen Zuwachs von 2.373 Personen.

Aufgrund des heißen Sommers konnte das Freilichtmuseum in den Monaten Juni, Juli und August knapp 12.000 Gäste weniger verzeichnen als 2017. Dieses Defizit konnte aber durch zahlreiche Höhepunkte kompensiert werden: Großen Zuspruch hatte die Sonderausstellung „Wanderlust“, die zum 150. Jubiläum des Taunusklubs zwei Jahrhunderte Naturbegehung im Taunus beleuchtete. Die Ausstellung wird aufgrund des großen Erfolgs auch in der Museumssaison 2019 zu sehen sein. In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt zeigte der Hessenpark im Haus aus Gemünden (Wohra) Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle des Impressionisten Jakob Nussbaum. Er gilt als der bedeutendste jüdische Künstler, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Frankfurt am Main lebte und arbeitete. „Stöbern in alten Fotos“ konnten Besucher im Festen Haus aus Ransbach. Dort war eine Bilderauswahl aus dem Fotoarchiv von Walter Löber zu sehen, die den Alltag in Hessen zwischen 1932 und 1939 dokumentierte.

Und auch die neuen Attraktionen zogen Besucher an: Im Mai 2018 konnten Besucher zwischen dem Marktplatz und der Baugruppe Mittelhessen erstmals das zentrale Gewächshaus der Gärtnerei aus Rechtenbach bestaunen. Im laufenden Museumsbetrieb werden hier alte Kulturpflanzen kultiviert, vermehrt und dadurch für kommende Generationen erhalten. Für 2019 sind die komplette Fertigstellung des Gärtnerei-Ensembles und die Eröffnung einer Dauerausstellung geplant. Im August öffnete nach umfassender Sanierung das Haus aus Grebenau in der Baugruppe Mittelhessen seine Türen. Als neues Textilhandwerkshaus versammelt das Gebäude die Handwerksvorführungen Weben, Flachs- und Wollverarbeitung unter einem Dach. Eine Dauerausstellung im Obergeschoss thematisiert die Bedeutung von Textilien für den Alltag, die Arbeit, Geschichte und Wirtschaft im ländlichen Hessen. Medieninstallationen, Fühl- uns Mitmachstationen nehmen Besucher mit in eine vergangene Zeit, in der die Herstellung von Stoffen und Kleidung für das Überleben und den gesellschaftlichen Status zentral war.

Eine weitere Neuerung war im vergangenen Jahr ein Barfußpfad in der Baugruppe Osthessen, der alle Besucher auch 2019 dazu einlädt, die Natur mit den Füßen zu erleben. Dreizehn Felder mit verschiedenen Untergründen wie Moos, Waldboden, Sand, Zapfen oder Rinde schulen seit dem letzten Juli den Tastsinn der Füße und das Koordinationsvermögen.

Auch zahlreiche Bauprojekte wurden 2018 realisiert, darunter der Aufbau des Musterhauses für energieeffizientes Wohnen im Fachwerk. Hinzu kamen spannende Thementage, Ferienprogramme mit Aktionen zum Mitmachen, traditionelle Feste und verschiedene Märkte – u.a. die Bauern- und Weihnachtsmärkte.  

Zusätzlich zu den rund 247.000 Gästen besuchten im vergangenen Jahr 34.835 Personen den Marktplatz des Hessenparks ausschließlich zum Einkaufen oder zur Einkehr in der Gaststätte „Zum Adler“ (2017: 32.515). Insgesamt beträgt die Gästezahl auf dem rund 65 Hektar großen Areal damit 281.526 Personen.

„2018 war ein wegweisendes Jahr, das uns nicht nur viele Besucher, sondern auch viele neue Attraktionen beschert hat“, fasst Museumsleiter Jens Scheller zusammen, der seit einigen Jahren verstärkt auf die Grundattraktivität des Hessenparks setzt. „Den positiven Trend wollen wir 2019 fortsetzen."

Die Voraussetzungen für eine weiteres erfolgreiches Jahr sind gut: Anfang Januar startet die neue Museumsgastronomie und versorgt die Hessenpark-Besucher zunächst im Hotel und in der Martinsklause mit kulinarischen Köstlichkeiten. Im Sommer kommt dann nach erfolgter Sanierung das Gasthaus „Zum Adler“ hinzu. Und natürlich bietet das Jahresprogramm 2019 wieder viele Anlässe für einen Besuch im Hessenpark.

Die neue Saison im Hessenpark in Neu-Anspach beginnt am 1. März 2019. Bis dahin hat das Museum samstags und sonntags von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet und zeigt ein kleines, aber feines Winterprogramm.