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Baumlehrpfad in Königstein neu beschildert

veröffentlicht am 02.11.2018
Seit dem 30. Ok­tober er­strahlt er im neu­en Glanz: der Ba­um­lehrpfad in Kö­n­ig­stein ober­halb des Edel­kas­ta­ni­en-Dor­fes Mam­mols­hain. Der Pfad mit sei­nen 20 Sta­tio­nen, der In­for­ma­tio­nen zu Ess­kas­ta­ni­en, Tul­pen­bäu­men und wei­te­re Exo­ten be­reit­hält, wur­de mit mo­der­nen Ta­feln aus­ge­stat­tet. Zehn der Bäu­me wur­den mit gro­ßen Er­läu­te­rungs­schil­dern ver­se­hen, zehn wei­te­re mit Ta­feln, wel­che die Grund­da­ten der Bäu­me ent­hal­ten.

Der Kö­n­ig­stei­ner Ba­um­lehrpfad hat ei­ne lan­ge Ge­schich­te. Er wur­de An­fang des 18. Jahr­hun­derts an­ge­legt und zählt heu­te zu den äl­tes­ten Forst- und Pflan­zen­gär­ten Hes­sens. Da­mals lie­ßen die Main­zer Kur­fürs­ten über 125 ein­hei­mi­sche und fremd­län­di­sche Laub- und Na­del­höl­zer pflan­zen. Auf­grund die­ser au­ßer­ge­wöhn­li­chen Ar­ten­fül­le wur­de der Gar­ten oft von an­ge­hen­den Forst­beam­ten als Lehr­gar­ten ge­nutzt.

Al­te Rech­nun­gen be­le­gen zu­dem, dass der Forst­gar­ten auch ei­nen gro­ßen Ein­fluss auf die Ver­b­rei­tung der Edel-Kas­ta­ni­en im Tau­nus ge­habt ha­ben soll. So fin­det man heu­te um Mam­mols­hain und Kron­berg so­wie um Wies­ba­den die größ­ten Vor­kom­men von Edel­kas­ta­ni­en in Hes­sen. Von der eins­ti­gen Viel­falt der Bau­m­ar­ten im Kö­n­ig­stei­ner "Baum­wald" über­leb­ten nur we­ni­ge Laub- und Na­del­höl­zer, je­doch sind die­se um­so be­mer­kens­wer­ter. Mitt­ler­wei­le ha­ben sie näm­lich ein Al­ter zwi­schen 100 und 140 Jah­ren er­reicht.

„Baum­wal­d“ und Lehrpfad lie­gen am Süd­hang des Hardt­bergs in ei­ner Höh­en­la­ge von 320 bis 350 Me­tern über NN. Zwei Wan­der­we­ge füh­ren in un­mit­tel­ba­rer Nähe des Ba­um­lehrpfa­des ent­lang: der schwar­ze Punkt und das schwar­ze lie­gen­de And­reas­k­reuz.